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Weniger Arbeitslose Delmenhorster Arbeitsmarkt entspannt sich zögerlich

Von Heike Bentrup, Heike Bentrup | 31.03.2016, 17:55 Uhr

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Delmenhorst und in Ganderkesee leicht zurückgegangen. Allein in der Stadt sind 4322 Männer und Frauen ohne Job. Das entspricht einer Quote von 11,0 Prozent.

Die vergleichsweise kühlen Temperaturen im März haben die erhoffte Entspannung auf dem örtlichen Arbeitsmarkt leicht gedämpft. In den sogenannten Außenberufen wie auf dem Bau, in Gärtnereien und in der Gastronomie hat es weniger Einstellungen gegeben als erhofft. Gleichwohl vermeldete Claudia Zimmermann, Sprecherin der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, für Delmenhorst und Ganderkesee einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. So sind allein im Stadtgebiet aktuell 4322 Erwerbslose gemeldet. Damit liegt die Quote bei 11,0 Prozent und somit auf dem Vorjahreswert. Im Februar betrug sie noch 11,1 Prozent.

Leichter Anstieg bei arbeitslosen Flüchtlingen

Im gesamten Bereich der Delmenhorster Agentur, der auch das Gebiet der Gemeinde Ganderkesee umfasst, sank die Quote auf 9,0 Prozent, entsprechend 5038 Männern und Frauen ohne Job. Im Februar lag die Quote noch bei 9,1 Prozent, im Vergleichsvorjahresmonat waren es 9,2 Prozent.

Einen leichten Anstieg hat es nach Worten von Zimmermann bei den arbeitslosen Flüchtlingen gegeben. Aus den acht wichtigsten Herkunftsländern Syrien, Iran Irak, Eritrea, Somalia, Pakistan, Nigeria und Afghanistan waren rund 300 Personen vor Ort auf Jobsuche. Hier ist nach Angaben von Marion Denkmann, stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters, laut Prognose des Bundes in der zweiten Jahreshälfte mit einem spürbaren Anstieg zu rechnen. Daher sei die Hoffnung auf einen weiteren Rückgang der im Jobcenter gemeldeten Leistungsempfänger und der Bedarfsgemeinschaften leicht getrübt.

Mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Als erfreulich wertete Claudia Zimmermann den Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Stadt. Dieser lag am Stichtag 30. September 2015 bei rund 20000 Arbeitnehmern, was im Vergleich zum Vorjahreswert einen Anstieg von 2,3 Prozent entspricht. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte Zimmermann.

Aktuell sind der örtlichen Agentur insgesamt 569 freie Stellen gemeldet. Die größte Nachfrage an Arbeitskräften gibt es in Produktion und Fertigung, gefolgt von den Bereichen Gesundheit und Soziales sowie Verkehr und Logistik. Deutlich rückgängig ist die Zahl der freien Helferjobs. „Das zeigt, dass eine Ausbildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und für ein erfolgreiches Berufsleben ist“, so Zimmermann. Zurzeit sind der Agentur 216 Lehrstellen gemeldet, 471 Bewerber sind noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.