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Wenn ein Streit vom Zaun bricht Neue Schiedsmänner in Delmenhorst

Von Heike Bentrup | 26.08.2015, 13:12 Uhr

Mal sind es Zweige, die über den Zaun ragen, mal stört der plätschernde Brunnen im Garten nebenan – größtenteils sind es Nachbarschaftsstreitereien, die erwartungsgemäß auf Fred Anders und Joachim Bäcker zukommen werden.

Die beiden Schiedsmänner sind am Dienstag im Rathaus durch den Direktor des Amtsgerichts Delmenhorst, Hanspeter Teetzmann, und Oberbürgermeister Axel Jahnz für fünf Jahre verpflichtet worden.

Kein leichtes Ehrenamt

„Schiedsmänner sind etwas Besonderes, sie leisten wertvolle Arbeit, auch wenn das Ehrenamt in diesem Fall nicht immer ein leichtes ist“, sagte Oberbürgermeister Jahnz. Bevor Streitigkeiten vor den Gerichten ausgetragen werden, treten die Schiedsleute auf den Plan und entlasten somit auch die Justiz. Das konnte Amtsgerichtsdirektor Hanspeter Teetzmann nur bestätigen. „Die Schiedsleute haben ganz andere Möglichkeiten auf die Menschen zuzugehen. Eine durch ihre Vermittlung erzielte Einigung ist für alle Beteiligten von Vorteil.“

„Gestandene und angesehene Bürger“

Laut Teetzmann müssen die Schiedsmänner, bei denen es sich um „gestandene und angesehene Bürger“ handeln muss, erfahrungsgemäß 20 bis 30 Mal pro Jahr in Aktion treten, größtenteils bei Nachbarschaftsstreitigkeiten.