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Fußballprofis besuchen Gymnasium Werder-Stars zu Gast im Delmenhorster Maxe

Von Niklas Golitschek | 04.09.2019, 18:39 Uhr

Ein Aktionstag mit vielen Gewinnern: Mit vier bekannten Gesichtern besuchte der SV Werder Bremen am Mittwoch das Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst für das Format "Profis in der Schule". Neben Autogrammen gab es für die Schüler auch einiges zu erfahren.

Mit einem Mal gingen alle Hände nach oben. Als die Werder-Stars Ömer Toprak und Milot Rashica am Mittwoch von der Bühne auf dem Schulgelände des Max-Planck-Gymnasiums Mini-Fußbälle und andere Geschenke verteilten, gab es bei den Schülern kein Halten mehr.

Vier Profis, neben den beiden Werder-Spielern auch SVW-Torfrau Anneke Borbe sowie Drittliga-Schiedsrichter Lukas Benen, waren für das Projekt „Profis in der Schule“ zu Gast und stellten für die rund 800 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn der Höhepunkt der Aktion dar. „Es ist eine große Ehre, so große Spieler hier zu haben“, sagte Max aus der 6a, nachdem er sich bei der Autogrammstunde Unterschriften auf seinem T-Shirt und Fußballschuh gesichert hatte. Für viele der jungen Werder-Fans war das der Höhepunkt des Tages. „Die Stars und Idole so vor Augen zu haben und ihnen die Hand geben zu können, ist echt super“, schwärmte auch Klassenkamerad Erik.

Begegnung, Dialog, Sport

Doch dieser Aktionstag sollte den Schülern weit mehr bieten als nur das Aufeinandertreffen mit den Idolen. „Es geht immer auch um Persönlichkeitsentwicklung“, betonte Schulleiterin Katrin Wutschke. Dabei gehe es etwa darum, dass die Schüler miterleben, wie so eine Veranstaltung organisiert wird. Die Schüler des Leistungskurses Sport, den es am Max-Planck-Gymnasium schwerpunktmäßig gibt, betreuten die Kinder bei verschiedenen Sportangeboten auf dem Schulgelände. Auch die Bewegung der Schüler selbst war zentraler Bestandteil dieses Tages. So spielten die verschiedenen Schulklassen neben Fußball auch Ultimate Frisbee, Disc-Golf, Tischtennis oder lernten Judo. Als Übungsleiter halfen da auch Trainer aus benachbarten Vereinen mit. Zudem konnten die Kinder das Fußballabzeichen erwerben oder sich bei einem Quiz in Regelkunde beweisen. Kleiner Wermutstropfen: Da die Werder-Profis verletzt waren, fiel das geplante Fußballspiel mit ihnen aus.

Viele Berufsmöglichkeiten

Fußball und der Besuch der Werder-Stars dienten als Aufhänger für ein deutlich größeres Programm. Mit dem Schwerpunkt Sport in Kombination mit einer Naturwissenschaft sei es der Schule ein Anliegen, die Schüler auch bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Bei einer Podiumsdiskussion brachten die Schüler dabei auch ihre eigenen Fragen ein, um etwa herauszufinden, was die Profis nach ihrer Sportkarriere beruflich machen wollen. Klar sei jedoch auch, dass nicht jeder Schüler einmal im Weserstadion als Profi auflaufen werde, sagte Wutschkes Stellvertreter Andreas Langen. Deshalb wolle die Schule zeigen, wie etwa Sport, Wirtschaft und Medien verknüpft sind: „Wir haben auch ehemalige Schüler, die jetzt im Sponsoring oder als Schiedsrichter arbeiten.“

Anstrengende Vorbereitung

Als Tablet-Klasse rüstet sich der Sportkurs von Sportlehrer Thilo Scholz auch schon für das digitale Zeitalter. Scholz war auch Hauptorganisator des Aktionstages. „Wir hatten nur zwei Wochen Vorlauf“, erzählte er von einer stressigen Vorbereitung nach der kurzfristigen Anfrage vor den Sommerferien verbunden mit den Genehmigungsverfahren. Doch umso größer fiel das Lob für ihn aus, dass dieser Sportaktionstag so reibungslos verlief. „Es lief sehr unkompliziert, auch weil sich der Niedersächsische Fußball-Verband mit Werder abgesprochen hat“, sagte Scholz. Es habe auch viel Spielraum gegeben, eigene Vorschläge einzubringen. Mit Blick auf den Profi-Besuch schwärmte auch Langen: „Das zeichnet Werder aus. Sie haben sich für jeden Zeit genommen, gerade für die Kleinen. Das bleibt hängen und ist eine tolle Erfahrung.“ Gerade die Verknüpfung von Begegnung, Dialog und Sport sei prägend und ein Anliegen der Schule.