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„Wilde Hummeln“ Delmenhorster Kita weiht Krippen-Anbau ein

Von Merlin Hinkelmann | 12.05.2017, 19:36 Uhr

Die Kindertagesstätte „Rappelkiste“ an der Kolberger Straße hat Zuwachs bekommen: Gestern wurden die neuen Räumlichkeiten der Krippengruppe „Wilde Hummeln“ eingeweiht.

„Dies ist ein weiterer großer Schritt in Richtung einer inklusiven Kita-Landschaft.“ Mit diesen Worten hat Heidelies Iden, Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg, gestern den neuen Anbau der Heilpädagogischen Kindertagesstätte „Rappelkiste“ offiziell eingeweiht. Die Lebenshilfe ist Trägerin der Einrichtung. Rund neun Monate haben die Bauarbeiten gedauert. Bereits seit Anfang des Jahres nutzt die neu eingerichtete Krippengruppe „Wilde Hummeln“ den 268 Quadratmeter großen Anbau. Zurzeit besteht die Gruppe aus zehn Regelplätzen und zwei integrativen Plätzen für Kinder mit Behinderung. Auch Oberbürgermeister Axel Jahnz erschien zur offiziellen Einweihung. Er lobte die Lebenshilfe als eine „wichtige Einrichtung, die ganz tolle Kita-Arbeit leistet“. Die Delmenhorster könnten froh sein, dass es solche Vereine gibt. Weiter betonte Jahnz: „Kinder sollen eine gute Zukunft haben, hier in der Rappelkiste gehen sie den ersten Schritt dahin.“

Land fördert Anbau mit 180.000 Euro

445.000 Euro hat die Kita-Erweiterung gekostet, 180.000 Euro steuerte das Land Niedersachsen als Zuschuss bei. Bis zu dieser Förderung war es ein steiniger Weg, wie Thomas Heyen, Prokurist bei der Lebenshilfe, erläuterte: „Ursprünglich wollte das Land die Förderung auf 9500 Euro pro Krippenplatz reduzieren. Das konnte zum Glück verhindert werden.“ Alles andere wäre laut Heyen ein „politisch völlig falsches Signal“ gewesen. Die „Rappelkiste“ sei für ihn ein „Ort, an dem Kinder und Eltern sich ohne Hemmungen, ohne Vorurteile begegnen.“

Bei Gestaltung setzt Kita auf Altbewährtes

Dieser Aussage schloss sich Anke Räbiger, Leiterin der Kita, an. „Wir haben lange auf diesen Tag gewartet. Endlich haben wir unser Angebot erweitert.“ Besonders stolz sei sie auf die „durchdachte“ Gestaltung der neuen Räume, bei der man auf „Altbewährtes“ zurückgreife. „Alles ist an die Bedarfe der Kinder angepasst.“ Es gibt einen separaten Eingang, einen eigenen Spielplatz sowie einen Ruhe- und Gruppenraum. Die Besonderheit: Was Farben und Dekoration angeht, hat sich die Kita zurückgehalten, folgt hier dem Konzept der Reizarmut. „Reizoffene Kinder können so zur Ruhe kommen und ihre Orientierung entwickeln“, erklärte Räbiger. Anfangs hätten die Kinder etwas Eingewöhnungszeit gebraucht, um mit den Räumlichkeiten zusammenzuwachsen. Das hat sich inzwischen geändert: „Es ist fantastisch, zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich die Kinder nun durchs Haus bewegen.“