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Wirtschaft vor Ort Eine Stuhrer Firma macht (in) Dampf

Von Dirk Hamm | 13.04.2015, 21:29 Uhr

Seit 50 Jahren ist die ASA Horst Wieber GmbH alleinige Vertreterin der US-Firma Armstrong in Deutschland. Rund 20 Mitarbeiter arbeiten an dampftechnischen Lösungen für die Kunden.

Mehr als nur heiße Luft hat die ASA Horst Wieber GmbH zu bieten, obwohl sich bei dem Stuhrer Unternehmen seit jeher alles um Dampf dreht. Die an der Werner-von-Siemens-Straße im Gewerbegebiet Stuhrbaum ansässige Firma hat sich auf die Konzipierung, Auslegung und Wartung von dampftechnischen Anlagen jeglicher Art spezialisiert.

„Unsere Kunden sind nicht Privathaushalte, sondern zum Beispiel Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, Reinigungen, Papierwerke, Druckereien und Krankenhäuser“, erläutert Firmenchef Ulrich Lammers. Das Know-how der ASA-Mitarbeiter ist, anders gesagt, überall da gefragt, wo es entscheidend darauf ankommt, dass die Luftfeuchtigkeit in einem Raum auf ein bestimmtes Maß geregelt wird – etwa im OP-Saal eines Krankenhauses oder in einem Serverraum mit empfindlichen Großrechnern.

In diesem Monat kann die ASA Horst Wieber GmbH auf ein halbes Jahrhundert Firmengeschichte zurückblicken. Heute beschäftigt die Firma rund 20 Mitarbeiter, 1965 stand Gründer und Namensgeber Horst Wieber nur von einer Sekretärin unterstützt in den Startlöchern. Die amerikanische Firma Armstrong, die Dampfluftbefeuchter und Kondensatableiter produziert, bot dem zuvor in einer Großwäscherei tätigen Kaufmann die alleinige Vertretung für ganz Deutschland an. Nachdem Wieber, der 1983 verstarb, lange Jahre von Bremen aus operierte, zog die Firma in den 80er Jahren nach Stuhr.

„Es ist ein Spagat, den die Kollegen tagtäglich hinlegen“

Seit kurzem erweitert Klaus Renzelmann die Firmenleitung zu einem Duo. Bereits 2007 hat Ulrich Lammers das Ruder von seinem Vater Julius Lammers als Gesellschafter und Geschäftsführer übernommen. Der 41-Jährige Feinwerkmechanikermeister weiß um die kniffligen Herausforderungen, die sich den Mitarbeitern bei der Zusammenstellung der Anlagen und Komponenten stellen: „Es ist ein Spagat, den die Kollegen tagtäglich hinlegen. Sie müssen ganz spezielle Problemstellungen lösen und dabei mehrfach um die Ecke denken, um das optimale Ergebnis für den Kunden zu liefern.“

Eine Aufgabe, die durch die unterschiedlichen Philosophien amerikanischer und deutscher Unternehmen erschwert wird, erklärt Klaus Renzelmann: „Die Amerikaner denken größer und vereinheitlichen die Produkte gerne, Deutsche sind dagegen eher technikaffin.“ Die von Armstrong gelieferten Komponenten müssten deshalb in vielen Fällen stark modifiziert werden: „Unter Umständen kommt dabei etwas ganz anderes heraus.“