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Wirtschaftsempfang Experte: Potenzial für Trendwende in Delmenhorst

Von Heike Bentrup | 24.07.2015, 00:04 Uhr

Der demografische Wandel und dessen Folgen für die Stadt waren zentrales Thema auf dem Wirtschaftsempfang. Johannes Wolters bescheinigte Delmenhorst durchaus positive Perspektiven.

Allen Unkenrufen und Prognosen zu den Folgen des demografischen Wandels zum Trotz: Delmenhorst hat reichlich Potenzial, um sich wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zu wappnen.

Das hat Johannes Wolters, Vorstandsvorsitzender des DemografieNetzwerkes-Nordwest, der Stadt gestern auf dem Empfang des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft bescheinigt.

Rund 150 Gäste, darunter Oberbürgermeister Axel Jahnz, die Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU) und Susanne Mittag (SPD), die Landtagsabgeordnete Annette Schwarz (CDU), Bürgermeister Hermann Thölstedt, die stellvertretende Ganderkeseer Bürgermeisterin Christel Zießler sowie Ratsvertreter und Vereinsmitglieder hatten sich am Donnerstagabend in der Markthalle versammelt.

In seiner Begrüßung hatte der Vorsitzende des Fördervereins, Hans-Ulrich Salmen, bereits auf einen spürbaren Positivtrend und Aufbruchstimmung in der Stadt verwiesen. „Es herrscht ein Klima für Investitionen“, sagte Salmen. Alteingesessene Kaufleute investierten, die Innenstadtentwicklung schreite voran und auch in den Bereichen Wollepark und Klinikum zeichneten sich Lösungen ab.

Oberbürgerbürgermeister Axel Jahnz gab sich ebenfalls zuversichtlich. Trotz der guten Signale, gelte es aber auch noch, einiges auf den Weg zu bringen, unterstrich er und nannte als Beispiele das Gewerbeflächenmanagement und das Einzelhandelskonzept. „Die Ziele sind aber nur gemeinsam zu erreichen“, betonte der Rathauschef.

Johannes Wolters bescheinigte Delmenhorst, auf gutem Weg zu sein, rief aber auch dazu auf, das Potenzial zu nutzen. Um zu veranschaulichen, welche Chancen sich auftun, nahm er die Besucher zu Beginn mit auf eine Zeitreise in die Zukunft. Um den seit 2011 wieder zu verzeichnenden Bevölkerungszuwachs auch künftig zu erhalten, müsse die Stadt die Potenziale nutzen. Als Beispiele nannte er die gute Vernetzung mit dem Umland, die zunehmende Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter sowie den vergleichsweise hohen Ausländeranteil. „Delmenhorst ist bunt und vorbereitet auf weitere Zuwanderer“, so Wolters. Als Erfolgsfaktoren nannte er ein fundiertes Management, das Formulieren klarer Ziele, das Miteinander sowie Mut und Wertschätzung. Auch bedürfe es einiger Leuchtturmprojekte, die weit über die Grenzen der Stadt hinausstrahlen, „wie zum Beispiel kostenfreies W-Lan im gesamten Stadtgebiet“.