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Wissenschaftler im Rathaus „HWK ist eine Bereicherung für Delmenhorst“

Von Marco Julius | 07.07.2015, 19:04 Uhr

Ungezwungen und locker, so ist es gestern Nachmittag im Rathaussaal zugegangen. Erstmals seit über zehn Jahren hat die Stadt wieder Fellows aus dem Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) im Rathaus empfangen.

Die internationalen Wissenschaftler, Vertreter des Kollegs und des HWK-Fördervereins haben sich dabei mit Oberbürgermeister Axel Jahnz ausgetauscht.

Jahnz verdeutlichte den Stellenwert, den das HWK für die Stadt habe. „Wissenschaft vor Ort zu haben, ist für jede Stadt etwas Herausragendes.“ Kreativ und bunt sei das HWK und so eine Bereicherung für die Stadt. Den Förderverein des HWK lobte der Rathaus-Chef als „wichtiges Bindeglied und guten Freund“.

Neben einem kurzen Abriss der Historie der Stadt berichtete Jahnz auch über aktuelle Delmenhorster Themen und Herausforderungen – wie den demografischen Wandel oder die Unterbringung einer großen Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchende. Gerade letzteres sei eine Bereicherung für die Stadt, keine Belastung, machte Jahnz seinen Standpunkt klar: „Wenn viele verschiedene Kulturen zusammenkommen, können wir voneinander lernen.“ Das gelte im HWK so wie in der Stadt, wo Fellows, zumeist US-Amerikaner, aber auch Italiener, Briten, Franzosen oder Australier, arbeiten.

Der Verein der Freunde und Förderer des Hanse-Wissenschaftskollegs hat dafür gesorgt, dass der Empfang der Fellows im Rathaus wieder auflebt, sehr zur Freude von Heidi Müller-Henicz, am HWK für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die Gastwissenschaftler – aktuell sind es rund 20 – können sich am HWK frei von akademischen Verpflichtungen für einen bestimmten Zeitraum auf ein Forschungsprojekt konzentrieren. Um dies zu ermöglichen, kooperieren die Fellows weltweit mit Kollegen und Forschungseinrichtungen in der Region.

Das Hanse-Wissenschaftskolleg ist eine unabhängige Stiftung der Länder Bremen und Niedersachsen sowie der Stadt Delmenhorst.