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Wohnblöcke 11 und 12 Delmenhorster leisten Hilfe für Wollepark-Bürger

11.05.2017, 18:15 Uhr

epd/fred Delmenhorst/ Oldenburg . Die Bevölkerung in Delmenhorst zeigt sich aus Sicht der Diakonie solidarisch mit den Bewohnern der umstrittenen Wohnblöcke 11 und 12 im Brennpunktviertel Wollepark.

Nach einem Aufruf in den Medien hätten sich bereits drei Delmenhorster Bürger bei der Diakonie gemeldet, um Familien aus dem Wollepark eine neue Wohnung anzubieten, sagte Diakoniesprecher Frerk Hinrichs am Donnerstag in Oldenburg. Außerdem gebe es zahlreiche Spenden von Decken und Heizgeräten. „Die Diakonie steht den Mietern in ihrer prekären Situation weiter zur Seite und rät ihnen, ihre Mietzahlungen auf Null zu senken“, unterstrich Hinrichs.

350 Betroffenen wird Montag Wasser abgedreht

Der Streit um unbezahlte Rechnungen für Gas und Wasser in den Hochhäusern droht zu eskalieren. Die Stadtwerkegruppe Delmenhorst will dort am kommenden Montag erneut das Wasser für die 80 Wohnungen abdrehen. Für die rund 350 betroffenen Bewohner soll eine Notversorgung über einen Hydranten eingerichtet werden. Auch das Gas wurde bereits abgedreht.

 Video: Was wird aus den Delmenhorster Blöcken Am Wollepark 11-12? 

Diakonie bietet Bewohnern Hilfe an

Hinrichs zufolge wird die Diakonie am Montag in den Gebäuden wieder die Bewohner beraten und ihnen anwaltliche Hilfe anbieten. Aufgrund undurchsichtiger Eigentümerverhältnisse fällt es Stadtwerken und Stadt schwer, gegen die Vermieter vorzugehen. Die Lage in den Wohnblöcken war am Mittwoch auch Thema in einer Live-Sendung des Nordwest-Radios in der Delmenhorster VHS.