Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Wohnprojekte in Bungerhof und Hasport Diakonie Himmelsthür investiert Millionen in Delmenhorst

Von Heike Bentrup | 11.06.2015, 20:05 Uhr

Die Diakonie Himmelsthür plant in Bungerhof und Hasport den Bau von 38 Wohnungen für Menschen mit Behinderungen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro.

In direkter Nachbarschaft zur Bunger-hofer Emmaus-Kapelle an der Stedinger Straße sowie auf einer Freifläche an der Amundsenstraße in Hasport will die Diakonie Himmelsthür noch in diesem Jahr mit dem Bau von 38 Wohnungen für Menschen mit Behinderungen beginnen. Insgesamt sollen laut Jörg Arendt-Uhde, Geschäftsführer der Region Niedersachsen Nord der Himmelsthür-Diakonie, mit den Bauten rund 3,2 Millionen Euro in Delmenhorst investiert werden.

Bauantrag wird in Kürze gestellt

„Wir gehen davon aus, dass der Bauantrag für das Projekt in Bungerhof in den nächsten Wochen genehmigt wird“, berichtet Arendt-Uhde. Der Bauantrag für das Vorhaben an der Amundsenstraße wird seinen Angaben zufolge in Kürze gestellt.

Platz für 24 Personen in Bungerhof

Auf dem Grundstück in Bungerhof, das die Diakonie Himmelsthür bereits Ende 2012 von der Kirche erworben hatte, sind zwei Gebäudekomplexe geplant, in denen insgesamt 24 Menschen mit Behinderungen ein neues Zuhause finden sollen. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich laut Arendt-Uhde auf zwei Millionen Euro. Parallel wird auf dem ehemaligen städtischen Grundstück an der Amundsenstraße ein Haus für 14 Bewohner mit hohem Unterstützungsbedarf errichtet. Hier belaufen sich die Kosten auf rund 1,2 Millionen Euro. „Wir gehen von einer einjährigen Bauzeit aus, sodass die Wohnkomplexe Ende 2016 bezogen werden können“, kündigt der Regionalgeschäftsführer an.

Wohnungen von GSG angemietet

Zusätzlich zu den geplanten Wohnprojekten hat die Diakonie Himmelsthür acht Wohnungen von der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) Delmenhorst angemietet, in denen neue Wohnformen für Menschen mit Behinderungen entwickelt wurden. „Wir werden auch weiter mit der GSG kooperieren und auf Bedarfe reagieren“, so Arendt-Uhde.

Für einen Platz in der Gesellschaft

Hintergrund der Planungen ist der Konversionsprozess, den die Diakonie Himmelsthür bereits 2010 in enger Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eingeleitet hat. Ziel der landesweiten strategischen Neuausrichtung – auch nach den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention – ist es, Menschen mit Behinderungen umfassender als bisher einen Platz in der Gesellschaft zu bieten. Für den Standort Wildeshausen komme noch hinzu, dass die Unterbringung der Betroffenen in der ehemaligen Lungenheilstätte an der Dr.-Klingenberg-Straße nicht mehr zeitgemäß ist.

100 Wohnungen in fünf Jahren

Im Zuge des Konversionsprozesses sind nach Angaben von Arendt-Uhde allein in den zurückliegenden fünf Jahren dezentrale Wohnungen für insgesamt 100 Menschen entstanden (siehe „Zur Sache“). „Wir gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren weitere 100 Wohnungen entstehen, auch wenn es nicht einfach ist, möglichst zentrale Grundstücke für die Bauprojekte zu finden“, so der Regionalgeschäftsführer.