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Zahl der Fäkalkeime geht zurück Delmenhorster Trinkwasser muss weiter abgekocht werden

Von Thomas Breuer | 28.01.2015, 18:14 Uhr

Die Stadtwerke Delmenhorst melden, dass ihre Maßnahmen gegen die Durchfallkeime im Trinkwasser weiter greifen.

Für das Delmenhorster Trinkwasser haben die Untersuchungen der aktuellen Trinkwasserproben aus den Leitungen der Stadtwerke Delmenhorst (SWD) eine „weitere deutliche Entspannung“ ergeben. Das teilte SWD-Sprecherin Britta Fengler am Mittwoch nach einem weiteren Abstimmungsgespräch zwischen Vertretern der Stadtwerke und des Gesundheitsamtes mit. Gleichwohl werde nach der festgestellten Belastung des Trinkwassers mit den als Fäkalkeime bekannten E.coli-Bakterien vorsorglich am sogenannten Abkochgebot festgehalten. Auch werde die Chlorung des Wassers aus Vorsichtsgründen aufrechterhalten.

Die nochmals verbesserten Werte führen die Verantwortlichen laut Fengler darauf zurück, dass die unverzüglich durch die SWD-Gruppe eingeleiteten Maßnahmen greifen. Die deutlich positiven Tendenzen bei den Probenuntersuchungen werden nach Angaben von Stadtsprecher Timo Frers auch seitens des Gesundheitsamtes bestätigt. Zu einem weiteren Abstimmungsgespräch treffen sich Vertreter der SWD-Gruppe und des Gesundheitsamtes am kommenden Freitag, 30. Januar.

Zwischenzeitlich laut gewordene Kritik, dass Schulen nicht über die Belastung des Wassers und das Abkochgebot informiert worden seien, weist Stadtsprecher Frers zurück: „Die Schulen wurden durch den zuständigen Fachdienst informiert, die Kitas durch das Gesundheitsamt.“

Unterdessen hat es aus den Reihen der dk-Leser massive Kritik an den Angaben zu Fragen nach Ursache und Haftung gegeben. Infrage gestellt wurde unter anderem, ob eine Beweidung in dem Trinkwasserfördergebiet in Stuhr erlaubt sei. „Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Wasserschutzgebiet der Zone II. Dort ist die Beweidung erlaubt“, erklärt SWD-Sprecherin Fengler hierzu.