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Zahl soll 2015 auf über 700 steigen Delmenhorst richtet Kontaktstelle für Flüchtlingsarbeit ein

Von Heike Bentrup | 18.06.2015, 18:55 Uhr

Mindestens 334 Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten wird Delmenhorst nach aktuellem Stand in diesem Jahr noch aufnehmen.

Doch es ist wie die Rechnung mit mehreren Unbekannten, denn „die Zahl wird sich noch ändern, das ist schon angekündigt“, so Fachbereichsleiterin Petra Gerlach am Mittwoch vor dem zuständigen Fachausschuss.

Man muss über Geld reden

Um den mit dem zunehmenden Flüchtlingsstrom verbundenen Herausforderungen gerecht werden zu können, hat die Stadt zum 1. Juni eine Kontaktstelle eingerichtet, die „alle Facetten der Flüchtlingsarbeit“ aufgreife. „Es geht nicht nur um die Unterbringung“, betonte Gerlach. Vorsitzender der Kontaktstelle ist Klaus-Peter Seibt. „Wir sind auf gutem Weg“, sagte er am Mittwoch. Gleichwohl werde man „im Herbst über Geld reden müssen“, da die Aufgaben allein mit Man-Power nicht zu bewältigen sind“, so Seibt.

Sechs bis acht Personen pro Woche

Laut Gerlach leben derzeit 380 Flüchtlinge, der Großteil aus Syrien, in der Stadt. Unter ihnen sind 153 Kinder und Jugendliche. „Wöchentlich werden uns sechs bis acht Personen zugewiesen. Von den 164 für die Unterbringung zur Verfügung stehenden Wohneinheiten sind 128 belegt.“