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Zahlen für Delmenhorst Weniger Jugendliche nach Vollrausch im Krankenhaus

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 15.07.2016, 17:23 Uhr

Das Komasaufen unter Jugendlichen ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen – darauf deuten zumindest die Zahlen hin, wonach weniger Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet sind.

Junge Menschen unter 20 Jahren sind in den vergangenen Jahren weniger häufig mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet. Die Krankenkasse IKK Classic hat nun Zahlen veröffentlicht, wonach im Jahr 2014 in Delmenhorst nur noch 29 Jugendliche wegen übermäßigen Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ein Jahr zuvor wurden noch 33 Fälle gezählt, 2012 waren es sogar noch 40.

Rücklauf im ganzen Land

In Niedersachsen sank die Zahl der behandelten Jugendlichen um sechs Prozent auf rund 2300 Fälle. Die Daten hat das niedersächsische Landesamt für Statistik erhoben. Thomas Wiechert von der IKK Classic verweist aber darauf, dass bei weitem nicht alle Jugendlichen mit einem Vollrausch auch im Krankenhaus landen. „Man darf mit einer hohen Dunkelziffer rechnen“, sagt er.

Einstiegsalter verschiebt sich nach hinten

Dennoch führt die Krankenkasse die sinkenden Zahlen auf frühe Aufklärung, Präventionsprogramme und restriktiven Verkauf von alkoholischen Getränken zurück. Dadurch habe sich auch das Einstiegsalter beim Alkoholkonsum laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verschoben. Jugendliche seien heute im Schnitt 15 Jahre alt, wenn sie ihr erstes alkoholisches Getränk trinken. 2004 lag das Durchschnittsalter noch bei 14 Jahren.