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Zeichen gegen Rassismus und Hass SPD-Senioren und Jusos erinnern an Kriegsende

Von Frederik Grabbe | 08.05.2016, 16:55 Uhr

Sie wollten ein Zeichen setzen gegen Hass und Menschenverachtung: Vor 71 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Vor der Friedenslinde am Hans-Böckler-Platz haben am Samstagvormittag die AG 60plus der SPD und die Jusos daran erinnert.

Vor 71 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Vor der Friedenslinde am Hans-Böckler-Platz haben am 8. Mai die AG 60plus der SPD und die Jusos daran erinnert und einen Kranz niedergelegt. „Die Linde ist Symbol für das Kriegsende vor 71 Jahren. Während des Zweiten Weltkrieges hatte ein menschenrechtsverachtendes Regime Leid, Terror und Verfolgung über Europa gebracht“, sagte Hartmut Nordbruch vom Aktionsbündnis „Breites Bündnis gegen Rechts - Delmenhorst bleibt bunt“.

Frei aufatmen nach Bombeneinschlägen und Heulen der Artillerie-Geschosse

„Die älteren Delmenhorster werden sich noch erinnern an die Angst, während sie im Keller das Heulen der Artillerie-Geschosse oder die Bombeneinschläge hörten, bis die Stadt am 20. April 1945 befreit war und wir wieder frei aufatmen konnten.“

Nordbuch sieht Ansätze des Nazi-Faschismus

Nordbruch sprach auch die heutige Flüchtlingssituation an. „Wieder fliehen Menschen vor Folter, Verfolgung und Mord aus dem östlichen und südlichen Mittelmeerraum und suchen Schutz bei uns.“ Nordbruch sprach von Menschen in Deutschland, die mit Hass und Menschenverachtung gegen Flüchtlinge agierten. Dies trage Ansätze des deutschen Faschismus der 30er und 40er Jahre.„Diesen Tendenzen müssen wir mit Entschiedenheit begegnen. Lasst uns in unserer Stadt ein Zeichen setzen gegen Rassismus, gegen Hass und gegen Menschenverachtung“, forderte er. (Weiterlesen: Themenportal Flüchtlinge in Delmenhorst)

Christian Altkirch von den Jusos schloss sich den Worten Nordbuchs an. „Nie wieder darf Krieg herrschen. Wir müssen dafür sorgen, dass Hilfebedürftigen Schutz geboten wird und dieses in der Welt auch vorleben.“