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Zum Abriss vorgesehen Stadt Delmenhorst will einen Kiosk kaufen

Von Thomas Breuer | 20.09.2016, 18:08 Uhr

Im Wollepark wird das Ende einer Institution absehbar. Seit 1972 gibt es dort den Kiosk der Familie Kosa. Nun will die Stadt ihn kaufen und abreißen lassen.

Der Kiosk ist direkt an das mehrstöckige Gebäude an der Westfalenstraße 8 angebaut, für das eine Abbruchverfügung besteht. Ziel der Verwaltung ist, so die Planungen für das Sanierungsgebiet Wollepark umzusetzen. Die Rahmenplanung ist bereits 2003 durch den Rat der Stadt Delmenhorst beschlossen und 2012 konkretisiert worden. Das städtebauliche Konzept sieht dort, wo jetzt der Kiosk und der seit Jahren verwaiste Wohnblock stehen, einen Platz vor, der an das Nachbarschaftszentrum nebenan anschließen soll.

Im Sanierungsgebiet soll ein Platz entstehen

Ob dieses Konzept ohne Weiteres umgesetzt werden kann, muss sich zeigen. Denn der Block an der Westfalenstraße 8 ist Ende 2015 von einem Unternehmen aus Edewecht für 200.000 Euro ersteigert worden , obwohl der Verkehrswert bei nur 110.000 Euro lag. Auch die Stadt hatte bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht mitgeboten. Der neue Besitzer hatte seinerzeit keine Angaben zu seinen Plänen nach dem von der Stadt vorgeschriebenen Abriss gemacht.

Eine kleine Institution im Wollepark

Wenn der Kiosk weicht, verschwindet eine Institution im Problem-Stadtteil, denn die Familie Kosa, der der kleine Bau gehört, betreibt ihn seit 1972 . Nach Informationen unserer Zeitung möchte sie ihn Ende des Jahres aber aufgeben und wäre bereit, ihn samt Grundstück an die Stadt zu veräußern. Ein Verkehrswert im unteren sechsstelligen Bereich wurde bereits ermittelt.