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Zum Ende des 27. Jazzfestes Trio verzückt Swing-Fans in der Delmenhorster Markthalle

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 10.12.2016, 14:19 Uhr

Lieblicher Gitarrensound untermalt mit dumpfen Kontrabasstönen klang am Samstag durch die Markthalle: Zum Abschluss des 27. Jazzfestes faszinierte das Ensemble Gipsy Diamonds mit wunderbarem Sinti-Swing.

Sie boten schon einen Kontrast zu dem Glühwein-Ambiente vom Weihnachtsmarkt und dem grauen Himmel darüber: Die warmen Gitarrenklänge des Sinti-Swing-Ensembles Gipsy Diamonds brachten ein wenig Sommer in die Delmenhorster Markthalle. „Wir spielen im Stile von Django Reinhardt und ein wenig darüber hinaus“, sagte Kontrabassist Mario Emde.

Die Gipsy Diamonds kamen zu dritt aus Bremerhaven und Bremen nach Delmenhorst. Neben Mario Emde spielte Gimanto Hoffmann mit sagenhaft schnellen Fingern die Lead an der Jazz-Gitarre. Sein Bruder Forello begleite die Swing-Melodien mit der Akustikgitarre. Beim Zuhören war es daher kaum zu glauben, als Mario Emde davon erzählte, dass die beiden jungen Musik sich das Gitarrenspiel erst von einigen Jahren angeeignet hatten.

Viele Fans des Musikstils im Publikum

Etwa 100 Zuhörer lauschten dem Trio in der Markthalle. Die einen wurden scheinbar eher zufällig durch die lieblichen Gitarrenklänge in die Markthalle gelockt. Andere wiederum entpuppten sich schnell als Fans der vom französischen Jazz-Vorreiter Django Reinhardt geprägten Stilrichtung des Sinti Swings.

Auch Stücke von Carlos Santana oder George Benson fanden sich in dem musikalischen Repertoire des Trios wieder. Das Ensemble erfüllte geäußerte Musikwünsche der anwesenden Genrekenner und spielte darüber hinaus einige ihrer selbst komponierten Stücke. Die enorm anspruchsvollen Soloeinlagen, welche die Musiker auf ihren Zupfinstrumenten mit ähnlich flinken Fingern spielten, wie ihre Originalinterpreten, wurden daher vom Publikum schon während der Stücke mit Ovationen gewürdigt.

Mit dem Jazzfrühschoppen mit den Gipsy Diamonds endete das 27. Jazzfest am Samstag. Bei den Auftritten verschiedener Künstler aus unterschiedlichen Stilrichtungen des Jazz sollte das Fest in diesem Jahr im Zeichen der internationalen Begegnung stehen. Das Konzert von Mario Emde und den beiden Sinti-Brüdern Gimanto und Forello Hoffmann wurde mit der Vermischung der Musik internationaler Künstler diesem Anspruch gerecht.