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Zusammentreffen mit Staatssekretär Delmenhorster Reservisten bieten sich für Katastrophenfall an

Von Thomas Breuer | 09.08.2017, 20:27 Uhr

„Delmenhorst ist für die Bundeswehr ein wichtiger Standort, zu dem wir stehen und in den wir weiter investieren werden.“ Das hat der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe aus dem Bundesverteidigungsministerium am Mittwochnachmittag im Soldatenheim „Haus Adelheide“ an der Abernettistraße gesagt.

Im Katastrophenfall werde die Bundeswehr immer auch für zivile Einsätze zur Verfügung stehen, sofern sie angefordert werde.

Nach einem nicht-öffentlichen Besuch in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne traf Brauksiepe im Haus Adelheide unter anderem mit Vertretern der Katastrophenschutzverbände zusammen, um deren aktuelle Stimmungslage einzufangen. Er war auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen angereist.

Staatssekretär will Anregung weitertragen

Zunächst jedoch warb im Haus Adelheide der Reservistenverband für seine Leistungsfähigkeit. Hartmut Oettel, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Delmenhorst, signalisierte die hohe Bereitschaft des 235 Mitglieder starken Zusammenschlusses, bei möglichen Katastrophenlagen sein Engagement einzubringen. „Wir haben den Wunsch, unsere anderen Hilfsorganisationen unterstützen zu dürfen.“ Bislang sei dies nicht möglich, weil der Verband den Hilfsorganisationen nicht gleichgestellt ist. Brauksiepe sagte zu, das Anliegen an geeigneter Stelle vorzubringen.

Malteser wünschen sich neues Fahrzeug

Grotelüschen wurde von Vertretern der Hilfsverbände mit deren Sorgen, insbesondere was die Ausstattung mit Fahrzeugen betrifft, konfrontiert. Die Malteser klagten, dass sie zurzeit noch ein Fahrzeug des Baujahres 1998 im Betrieb lassen müssen, da das Geld fehle, den 25-prozentigen Eigenanteil für einen neuwertigen Ersatz aufzubringen. Dies sei in erster Linie schlecht für Menschen, denen geholfen werden solle.

Generell appellierten auch Vertreter des Berufsverbands Feuerwehr und der Johanniter an die Politik, bei Entscheidungen darüber, wo ein neues Fahrzeug beschafft wird, das Land einzubinden, um keine weißen Flecken auf der Landkarte entstehen zu lassen. Insgesamt müsse mehr investiert werden.