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Zweite „Nacht der Kirchenmusik“ Reizvolles Wechselspiel in Delmenhorster Kirchen

Von Dirk Hamm | 03.09.2017, 14:45 Uhr

Ein reizvolles musikalisches Wechselspiel zwischen zwei Kirchen gab es am Samstagabend in Delmenhorst: Zahlreiche Ensembles bestritten die zweite „Nacht der Kirchenmusik“.

Wer wollte, der konnte sich am Samstagabend auf den musikalischen Marathon begeben, das volle Programm genießen: Pompöse Posaunenklänge in der St.-Marien-Kirche, Beschwingtes und Bach in der Stadtkirche, Haydn und Mozart wieder in St. Marien und zum Schluss Nachtlieder und Jazz-Improvisationen wieder im Gotteshaus am Kirchplatz.

Musikalischer Marathon im Geist der Ökumene

Die zweite „Nacht der Kirchenmusik“ hat es möglich gemacht, im ökumenischen Zusammen- und Wechselspiel der beiden großen Delmenhorster Kirchen. Auch zeitlich war es ein Marathon: Um 18 Uhr verfolgten rund 150 Besucher die ersten Klänge in der katholischen Kirche, eine halbe Stunde vor Mitternacht spendeten die noch immer zahlreich erschienenen Zuhörer des vierten der einstündigen Konzertblöcke den letzten Applaus. Jeweils eine halbe Stunde Zeit blieb dazwischen, das Gehörte auf sich wirken zu lassen und den Weg zur nächsten musikalischen Station zu beschreiten.

Verdis „Triumphmarsch“ zum Auftakt

Gleich zu Beginn setzten vier Posaunenchöre aus Delmenhorst und Lemwerder ein Ausrufezeichen mit Verdis „Triumphmarsch“. Ein weiterer Höhepunkt zum Auftakt war ein ungewöhnliches Arrangement, das Lyrik, Landschaftsbilder und Auszüge aus Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ miteinander verband. Getrübt wurde der Hörgenuss von der Erkenntnis, dass die Kirche St. Marien nicht die besten akustischen Voraussetzungen für Bläserensembles bietet.

Klassik und Pop in einem Programm

In der Stadtkirche begeisterten anschließend der Jugendchor St. Marien, der Jazzchor Kreuzneun, der St.-Marien-Chor und der Calypso-Chor mit einem sehr vielfältigen Programm von Bachs Vertonung des „Magnificat“ bis zum Earth, Wind & Fire-Klassiker „September“. In St. Marien waren es dann unter anderem Darbietungen des Evangelischen Stadtchores sowie von Instrumental- und Vokalsolisten, die die Zuhörer fesselten.

Stimmungsvoller Abschluss mit Nachtliedern

In der vom Mondschein erhellten Nacht machten sich dann viele zum letzten Konzert in der Stadtkirche auf. Dort beschlossen passenderweise Stücke wie „Wanderers Nachtlied“, „Goodnight, Sweetheart“ und Claudius’ berühmtes „Abendlied“ („Der Mond ist aufgegangen“) das Programm stimmungsvoll.