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Zweiter Abend fast ausverkauft Delmenhorster Graftwiesen werden zum FestiDEL-Gelände

Von Sonia Voigt | 02.08.2017, 09:34 Uhr

Weit über 7000 Gäste haben schon Karten für das erste Pop-Open-Air-Festival auf den Delmenhorster Graftwiesen gekauft. Spätentschlossene können noch nachziehen.

Zwei Tage sind es noch, bis der durch die Vox-Sendung „Sing meinen Song“ bekannte Musiker Gregor Meyle samt Band die Bühne erklimmt und Delmenhorsts erstes Pop-Open-Air-Festival auf den Graftwiesen eröffnet. Noch eine Nummer größer und technisch aufwendiger wird das FestiDEL am Samstag, wenn der im Radio dauerpräsente Mark Forster für die Delmenhorster singt. Für das Divarena-Team und die Beckertainment GmbH, die das Großereignis auf die Beine stellen, bedeutet das hektische Betriebsamkeit. Die Geschäftsführer Christoph Becker und Christian Hohnholt nehmen sich trotzdem die Zeit, im dk-Gespräch die wichtigsten Eckdaten zu erläutern.

 Musiker: Die Vox-Sendung „Sing meinen Song. Das Tauschkonzert“ hat Gregor Meyle bundesweit bekannt gemacht, inzwischen porträtiert er in seiner eigenen Fernsehsendung „Meylensteine“ bekannte Musiker. Mit seiner Band macht er auf seiner „Die Leichtigkeit des Seins“-Tour nun Halt in Delmenhorst. „Er ist mit uns groß geworden und in diesem Zirkus ein richtig cooler Mensch geblieben“, sagt Christoph Becker. Meyles Band samt Bläsern und Streichern sei die „crème de la crème“, seine Livekonzerte seien „richtig was fürs Herz“, aber auch zum Mithüpfen und -singen geeignet, schwärmt Becker. Deutsch-Pop-Kollege Mark Forster hat es mit Titeln wie „Au Revoir“ und „Chöre“ in die Radio-Dauerschleife geschafft und ist auch im Fernsehen präsent, unter anderem in der „Voice of Germany“-Jury.

 Veranstaltungsort: Vom ursprünglichen Plan, das FestiDEL auf dem Rathausplatz zu veranstalten, nahmen die Organisatoren bald Abstand. Der große Andrang, aber auch der Strombedarf für Mark Forsters Bühnentechnik führten zur Verlegung auf die Graftwiesen.

 Bühnenaufbau und Lageplan: Die Musiker treten mit dem Wasserturm im Rücken auf, die Bühne wächst ab heute am Innenstadt-Ende der Graftwiesen in die Höhe. Dahinter bleibt Platz für den Backstage-Bereich, in dem auch die beiden 40-Tonner mit der Bühnentechnik für Mark Forsters aufwendige Lichtshow parken und die Sanitäter Platz finden. Die FestiDEL-Gäste gelangen aus Richtung der Stadtbadhalle auf das Gelände, der einzige Einlass liegt zwischen den großen Bäumen in Höhe des Kiosks. Das Gelände wird mit Sichtschutzzäunen begrenzt, die Graftwege bleiben frei.

 Kartenkauf: Deutlich über 1000 Karten sind für den Freitagabend mit Gregor Meyle (Einlass: 18 Uhr, Vorprogramm mit Alexander Knappe und David Pfeffer, Konzertbeginn: 20 Uhr), für den Samstagabend mit Mark Forster (Einlass: 17.30 Uhr, Beginn mit Support Amanda: 19.30 Uhr) sind fast alle verfügbaren 6000 Karten verkauft. Spätentschlossene haben vor allem bei Meyle noch die Chance, Karten zu kaufen, im dk-Kundencenter an der Langen Straße 122 oder bei der Divarena, www.divarena.de, montags bis freitags von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr. Zumindest am Freitag wird es eine Abendkasse geben.So sieht das FestiDEL-Gelände am Wochenende aus: Die Bühne hat den Wasserturm im Rücken, die Musiker blicken also in Richtung Grafttherme. Der einzige Einlass für Konzertgäste liegt zwischen den großen Bäumen in Höhe des Kiosks. Kartendaten: GeoBasis-DE/ BKG, Google/ Grafik: Jan Eric Fiedler

 Sicherheit und Lärmschutz: Das Sicherheitskonzept hat eine Bremer Firma erarbeitet und mit Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsdienst abgestimmt. Die Organisatoren werben um Verständnis für „gründliche Sicherheits-Checks“, die etwas länger dauern. Sie empfehlen daher, am besten schon zum Einlass-Beginn zu kommen und Gegenstände wie Taschen über DIN-A4-Größe, professionelle Kameras, Tablets, Selfie-Sticks, Flaschen oder Schirme gleich zuhause zu lassen. „Auch Klappstühle oder Wolldecken gehen auf so einem Konzert nicht“, erklärt Becker. Lärmschutz sei kein Problem, da das Konzert gegen 22.30 Uhr endet und das FestiDEL-Gelände bis 23 Uhr geräumt wird.

 Parken: Vom heutigen Mittwoch bis Montag, 7. August, stehen die Graftwiesen nur zwischen der Stadtbadhalle und dem Kiosk als Parkfläche zur Verfügung. Die Zufahrt zur Grafttherme bleibt frei.

 Perspektive: Trotz allem positiven Feedback und bester Zusammenarbeit mit der Stadt planen die Organisatoren „nicht für nächstes Jahr gleich wieder“ ein FestiDEL. Der Aufwand sei gigantisch und finanziell sei das Ganze „wenn es gut läuft eine Nullnummer“, sagen die Macher, die aber nicht jammern wollen und betonen, wie viel Spaß ihnen die Sache macht.