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Zweiter Sanierungsabschnitt 19 neue Bäume für die Delmenhorster City

Von Heike Bentrup | 10.06.2015, 19:31 Uhr

Viele Anregungen und einen Kompromiss bei der Frage nach Erhalt eines Baumes hat es im Planungsausschuss zur City-Sanierung gegeben. Das 3,2 Millionen-Euro-Paket wurde einstimmig verabschiedet.

Der zweite Bauabschnitt der Innenstadtsanierung kann starten. Dafür haben sich die Planungspolitiker des Rates am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung ausgesprochen. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 3,2 Millionen Euro sollen ab April kommenden Jahres in rund 24-monatiger Bauzeit der westliche und der östliche Teil der Langen Straße sowie ein Teil der Parkstraße neues Pflaster erhalten und durch Bänke und Baumpflanzungen aufgewertet werden. Im Vorfeld sind noch in diesem Jahr vorbereitende Arbeiten wie die Sanierung der Delmebrücke im westlichen Teil der Langen Straße geplant, deren Kosten ebenfalls im 3,2-Millionen-Euro-Volumen enthalten sind.

Kompromiss gefunden

Trotz des einstimmigen Beschlusses gab es im Vorfeld erneut Kritik an der geplanten Fällung der Baumhasel. „Wie lange brauchen die Neupflanzungen, bis sie die Größe der heute in der Fußgängerzone stehenden Bäume haben?“, wollte Henning Suhrkamp, fraktionsloses Mitglied der Grünen, wissen. „Fünf bis zehn Jahre“, so die Antwort des Experten vom beauftragten Planungsbüro BPR aus Bremen. Seinen Angaben zufolge sollen an der Langen Straße 13 sogenannte Schnurbäume und an der Parkstraße sechs Gleditsien, wie sie schon an der Kirchstraße stehen, gepflanzt werden.

Angesichts des Antrags von SPD-Ratsfrau Brigitte Unger, den Baumhasel an der Parkstraße zu erhalten, einigte sich der Ausschuss auf Anregung des stellvertretenden Vorsitzenden Detlef Roß (SPD) auf einen Kompromiss.

Arbeiten werden mit Hertie-Umbau abgestimmt

Da der Erhalt des Hasels laut Fachbereichsleiter Fritz Brünjes zur Konsequenz hätte, dass der Bereich der Parkstraße nicht saniert werden könnte, soll der dort zu pflanzende Baum größer als ursprünglich geplant ausfallen. Die Mehrkosten sollen 5000 Euro nicht überschreiten.

Bedenken wegen Hertie-Revitalisierung

Mit Blick auf die Pläne für das Hertie-Haus äußerte UAD-Ratsherr Peter Stemmler Bedenken, dass die dortige Neupflasterung möglicherweise durch den Einsatz schwerer Baumaschinen Schaden nehmen könnte. „Uns liegen zwar noch keine Zeitpläne für die Hertie-Umgestaltung vor, aber sobald es konkrete Termine gibt, werden wir sicherlich einen vernünftigen Weg finden und die Arbeiten aufeinander abstimmen“, zeigte sich Fritz Brünjes zuversichtlich.

Angesichts der geplanten zusätzlichen Spielgeräte regte Grünen-Ratsfrau Marianne Huismann eine vorherige Besichtigung und die Wahl von interaktiven Geräten an. Außerdem kritisierte sie, dass einer der Geschäftsinhaber an der neu gepflasterten Bahnhofstraße in größerem Umfang öffentliche Flächen zum Aufstellen seiner Verkaufsstände nutze. „Das haben wir im Blick, es hat sich schon gebessert“, so Fachbereichsleiter Brünjes.