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Zwischen Wildeshausen und Brinkum Polizei blickt mit Sorge auf Baustellen an der A1

Von Eyke Swarovsky | 11.05.2016, 17:59 Uhr

Stuhr/Delmenhorst/Landkreis. Die Autobahn 1 wird dieser Tage wieder zum Gefahrenbereich. Mehrere Baustellen zwischen Wildeshausen und Brinkum beschäftigen die Auto- und Lastwagenfahrer noch bis Dezember. Die Polizei ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf.

 Abschnittsweise werden die Fahrstreifen für Fahrbahnerneuerungen verengt. Die größten Auswirkungen sind auf dem Bauabschnitt zwischen Groß Ippener und Wildeshausen-Nord zu erwarten. Die Baustelle am Dreieck Stuhr ist am Dienstag vorbereitet worden. Die Polizei befürchtet Staus und schwere Unfälle. Denn die neuen Baustellen wecken schlimme Erinnerungen an das vergangene Jahr. Damals hatte es binnen vier Monaten im gleichen Autobahnabschnitt vier tödliche Unfälle und zahlreiche Unfälle mit Schwerverletzten gegeben.

Ablenkung löst Unfälle aus

„Bei allen Unfällen im Zusammenhang mit der Baustelle im Vorjahr war menschliches Versagen zumeist durch Unaufmerksamkeit am Steuer ursächlich“, sagt Polizeisprecherin Melissa Oltmanns. Aus den Erfahrungen haben die Verantwortlichen ihre Schlüsse gezogen. In diesem Jahr soll der Verkehr auf vier verengten Fahrspuren an den Baustellen vorbeigeführt werden. Dadurch werde eine längere einspurige Baustellenführung vermieden, die in der Regel ein höheres Staupotenzial besitzt.

Frühwarner und Tempodrosselung

Rechtzeitige Warnungen und Tempodrosselungen weisen auf die Staugefahr an den Baustellen hin. Doch auch die Frühwarner würden immer wieder übersehen. „Wir appellieren, die Konzentration auf der Straße zu lassen, nicht auf dem Handy zu tippen oder das Navigationsgerät zu bedienen“, so Oltmanns weiter. „Jede Ablenkung kann schlimme Folgen haben.“