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Zwischenstand Stadtentwicklung 25 Punkte zur Verschönerung Delmenhorsts abgehakt

Von Kai Hasse | 04.11.2017, 12:50 Uhr

Die Abarbeitung des „ISEK“s ist im Werden. ISEK ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept und eine Art „To-Do-Liste“ von Angelegenheiten, die die Stadt verbessern will. 109 Vorhaben stehen darauf, 2013 so beschlossen. 25 sind mittlerweile abgeschlossen, 64 in Bearbeitung. Beispiele sind die Vernetzung von Vereinen oder die schönere Begrünung der Stadt.

Den Stand der Liste, die Delmenhorst besser machen soll, stellte Christoph Jankowsky, Leiter der Stadtentwicklung in Delmenhorst, nun im Wirtschaftsausschuss vor. Es war der bereits vierte „Monitoring-Bericht“ aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das Ende 2013 vom Stadtrat beschlossen worden war. Da geht es um konkrete Verbesserungen für Vereine, Wirtschaft oder Bürgerbeteiligung. 25 der Vorhaben sind bereits abgehakt.

Die Punkte sind in drei Prioritätsstufen eingeteilt, mit dem Vorsatz, die höchste Priorität schnellstmöglich zu schaffen.

25 abgeschlossene Punkte

Eine Auswahl der bisher abgeschlossenen Punkte:


  • Gute Vernetzung von Vereinen, Institutionen und Verbänden zu kommunizieren und Mitstreiter zu finden – durch beispielsweise das „Fest für Ehrenamtliche“ oder „Gesund aufwachsen in Delmenhorst“;
  • Mehr Veranstaltungen an repräsentativen Orten – durch Erdbeer- und Spargelfest oder Nutzung der Markthalle für öffentliche Veranstaltungen;
  • Prüfung naturnaher Bademöglichkeiten – mit dem Delmegrundsee und dem Hasportsee als grundsätzlichen Bademöglichkeiten, die aber in Landschaftsschutzgebieten liegen;
  • Bolzplätze anlegen – mit einer derzeit entstehenden Konzeption und Suche auf dem Stadtgebiet;
  • Konzept gegen Hundekot – mit dem Aufstellen von „Bellooboxen“;
  • Erstellen eines Baulückenkatasters – seit 2015 öffentlich nutzbar;
  • Fortführen einer Leitstelle Integration – mittlerweile als Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe aktiv.

Sanierung „Kleines Haus“ in Vorbereitung

Noch in Bearbeitung sind laut aktueller Liste beispielsweise:


  • Entwicklung eines Standortmarketing -Konzeptes, bei dem vor allem die Stärken der Stadt Delmenhorst herausgestellt werden sollen. Dazu gab es 2016 eine Online-Umfrage und Expertengespräche – Abschluss soll noch Ende 2017 sein;
  • Attraktivere Gestaltung von Grün- und Wasserflächen mit künstlerischer Gestaltung öffentlicher Freiflächen und Renaturierung der Flussläufe. Dies sei ein anhaltender Prozess;
  • Graftanlagen weiterentwickeln durch Prüfung einer möglichen Gartenschau, Bewegungs-Parcour und Café mit Museumscharakter. Auch dies sei ein laufender Prozess.
  • Sanierung des Theaters „Kleines Haus“ – hier seien Planungen in der Vorbereitung, ein Architekturbüro werde noch in diesem Jahr beauftragt.
  • Einrichtung freier WLAN-Hotspots – Gespräche dazu würden geführt, einen Hotspot gäbe es an der Markthalle.
  • Attraktive Treffpunkte für ältere Jugendliche schaffen – Konzept wird bereits vom Fachdienst Stadtgrün und dem Kommunalpräventiven Rat erstellt und soll noch in 2017 fertig werden.
  • Ausbau der Wanderwege – Geschafft ist die Verbesserung des Fußweges an der Delme nördlich der Langen Straße, eine Erneuerung der Graftwege ist für 2015 in Planung.
  • Bereitstellung zusätzlicher barrierefreier Wohnungen – mit mehreren Institutionen, die derzeit barrierefreie Wohnungen planen, wie GSG oder Diakonie Himmelsthür.

Einzelne Punkte stehen in der politischen Diskussion: Harald Schneewind (Grüne) kritisierte beispielsweise im Wirtschaftsausschuss, dass der Punkt des Klimaschutzes und eines Netzwerkes zum Klimaschutz nicht umfassend genug sei. Yvonne Ingenbleek vom Naturschutzbund Nabu und beratendes Mitglied im Bau- und Planungsausschuss bemängelte, dass durch das Vorhaben „Entwicklung neuer, hochwertiger Wohngebiete am Stadtrand (maßvoll)“, das zur Umsetzung für 2018 vorgesehen ist, die „Vernichtung freier Flächen im Außenbereich“ vorangetrieben werde – und das, obwohl im innerstädtischen Bereich genug Wohnraum sei. Sie sprach sich für verstärkte Bemühungen zur Innenstadtverdichtung aus.