Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Digitalisierung in den Schulen So viel Geld gibt es aus dem Digitalpakt für Ganderkesee

Von Dirk Hamm | 18.09.2019, 22:15 Uhr

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg. Drei Millionen Euro stehen aus dem Digitalpakt für die Schulen des Landkreises Oldenburg zur Verfügung. Diese Beträge gibt es für die Schulen in Ganderkesee.

Mit einer Zuwendung von 510.000 Euro aus dem Digitalpakt kann das Gymnasium Ganderkesee rechnen. Die Schule am Habbrügger Weg kann mit Mitteln von 86.000 Euro für eine bessere Ausstattung mit digitaler Technik kalkulieren. Insgesamt stellen Bund und Land über den Digitalpakt rund drei Millionen Euro für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises Oldenburg zur Verfügung.

Diese in seinen Worten „frohe Kunde“ verbreitete Landrat Carsten Harings am Dienstag in der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses des Kreistags. Die Förderbeträge sind nach Angaben der Kreisverwaltung durch das Landeskultusministerium anhand eines Pauschalbetrags von 30.000 Euro pro Schule sowie einer Pauschale je Schüler errechnet worden.

Lehrer erledigen Administration nebenbei

Hinzu kommen noch einmal rund vier Millionen Euro aus dem Digitalpakt für die Schulen in Trägerschaft der einzelnen Kommunen im Kreis Oldenburg. Davon profitieren in Ganderkesee die sechs Grundschulen und die beiden Oberschulen. Die Gemeinde erhält, wie berichtet, insgesamt 873.000 Euro etwa für den Ausbau des schulischen WLAN oder die Anschaffung von Tablets für den Unterricht.

Dass es mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur alleine aber nicht getan ist, gab Christoph Pauli als Lehrervertreter im Ausschuss zu bedenken. „Geräte hinstellen kann jeder, aber die Administration ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Digitalisierung. Nicht jeder Lehrer ist Informatiker“, sagte der Lehrer an der BBS Wildeshausen. Die Administration werde an den Schulen von den Kollegen nebenbei mit erledigt, das sei ein „Mörderjob“. Gefragt seien aber Profis. Niels-Christian Heins von der FDP schlug in die gleiche Kerbe.

Katenkamp-Schule bislang außen vor

Landrat Harings griff den Ball auf und erklärte, dass der Landkreis die Schulen beim Support für die zu schaffende oder auszubauende digitale Infrastruktur nicht alleine lassen werde: „Wir sind uns bewusst, dass da auch Personal vorgehalten werden muss.“

SPD und Grüne bemängelten, dass Tagesbildungseinrichtungen wie die Katenkamp-Schule in Ganderkesee von den Mitteln aus dem Digitalpakt ausgeklammert seien. Carsten Harings machte daraufhin deutlich, dass es nicht Aufgabe des Landkreises sei, diese fehlenden Mittel auszugleichen. Er sei aber bereit, mit den Geldgebern des Digitalpakts und der Lebenshilfe als Träger der Katenkamp-Schule Gespräche zu führen, um auch für diese eine Teilnahme an der Förderung zu erreichen.