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Erlös für Insektenschutz Ganderkeseer Nabu sammelt alte Handys für "Hummel, Biene & Co"

Von Thomas Deeken | 09.03.2020, 18:10 Uhr

Der Ganderkeseer Nabu sammelt wieder alte Handys. Der Erlös ist für den Insektenschutz gedacht.

Die Ganderkeseer Nabu-Ortsgruppe sammelt ab sofort wieder alte Handys, Smartphones und Zubehör. „Benutzt werden die Geräte zumeist gar nicht mehr. Aber die darin verbauten Rohstoffe können wiederverwertet werden“, betont Ganderkesees Klimaschutzmanager Lars Gremlowski, der die Initiative der Naturschützer unterstützt. Der Erlös soll dem Insektenschutz zugutekommen.

Sammelbox im Rathaus

„105 Millionen alte Handys und Smartphones schlummern in deutschen Haushalten noch in den Schubladen“, sagt der Ganderkeseer Nabu-Vorsitzende Hans Fingerhut. Grund genug für seine Ortsgruppe, die Aktion „Handys für Hummel, Biene & Co.“ ins Leben zu rufen und auch im Kfz-Bereich des Rathauses eine Sammelbox aufzustellen.

Fokus auf Insektenschutz

Eine ähnliche Sammlung gab es bereits vor einigen Jahren. „Damals haben wir die Aktion zu Gunsten der Renaturierung der Havel durchgeführt“, erinnert Fingerhut. „Jetzt liegt der Fokus auf dem Insektenschutz.“

Zuschuss von Telefónica

Der Nabu arbeitet beim aktuellen Projekt erneut mit dem Dienstleister Telefónica Deutschland Group (früher E-Plus) zusammen. Durch die Handysammlung erhält die Naturschutzorganisation einen jährlichen Zuschuss von Telefónica, der sich erhöht, wenn der Recyclingpartner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) mehr Handys wiederaufbereitet und verkauft.

Wertvolle Rohstoffe

„Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten“, erklärt Gremlowski. „Außerdem gehen wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Silber, Gold oder Seltene Erden verloren, die stattdessen unter oft fragwürdigen Bedingungen in Ländern des Südens abgebaut werden.“ Durch Reparaturen und eine längere Nutzung könne zudem viel CO2 eingespart werden. Auch die Ausfuhr von Elektroschrott in Entwicklungsländer werde verringert. Die Rohstoffe der nicht reparaturfähigen Geräte würden in ökologisch zertifizierten Schmelzanlagen eingeschmolzen, weiß Fingerhut.

Weitere Informationen gibt es hier.