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Sanierung mehrerer Straßen Projekt "Malerviertel" in Ganderkesee soll Ende März starten

Von Thomas Deeken | 25.03.2020, 09:27 Uhr

Der Start eines Großprojekts steht vor der Tür: Das "Malerviertel" in Ganderkesee wird saniert. Betroffen sind fünf Straßen.

Jetzt kann es losgehen: Die Straßensanierungen im sogenannten „Malerviertel“ in Ganderkesee beginnen voraussichtlich am kommenden Montag, 30. März. Betroffen sind die Dürer-, die Rubens- und die Rembrandtstraße sowie die Straße Am Schießstand und ein Teil des Nordweges. Das teilt Gemeindesprecher Hauke Gruhn mit. Die jetzt vergebenen Straßen- und Kanalbauarbeiten haben ein Volumen von rund 1,55 Millionen Euro. Anlieger müssen keine Ausbaubeiträge zahlen.

Gesamtlänge von 840 Metern

Die Straßen und Wege werden Gruhn zufolge auf einer Gesamtlänge von 840 Metern von Grund auf saniert. Die Erneuerung sei deshalb notwendig, "da sie nach über 50 Jahren Gebrauch in einem schlechten Zustand sind und eine Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz technisch und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll möglich ist".

Breiterer Fußweg

Im Detail sieht das so aus: Die Straße Am Schießstand und die Dürerstraße sollen einen 2,50 Meter breiten Gehweg auf der Ostseite erhalten. Dadurch haben die Kinder zukünftig auf dem Weg zur Grundschule und zurück nach Hause deutlich mehr Platz. Am Schießstand, Dürerstraße und Nordweg bis zum Richtweg werden als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Der Anschlusspunkt am Habbrügger Weg bleibt unverändert, sodass die Erneuerung nördlich der Einmündung der Straße beginnt.

Mehrere Querungen

Die Straße Am Schießstand und die Dürerstraße werden von Schulbussen befahren und benötigen daher eine breitere Fahrbahn, damit sich Busse dort auch begegnen können. Dort sind auch mehrere breite Querungen geplant, an denen die Fahrbahn auf 3,50 Meter eingeengt wird, sodass Autofahrer dort deutlich mit dem Tempo runtermüssen. "Auf dem gesamten Abschnitt vor der Schule und der Turnhalle gibt es durch diese Einengungen somit eine deutliche Verkehrsberuhigung. Insgesamt wird dieser Teil der Straße künftig als Platz vor der Schule gut von den Verkehrsteilnehmern wahrzunehmen sein", informiert der Gemeindesprecher. Die Rubens- und die Rembrandtstraße werden im Zuge der Sanierung ähnlich wie die Käthe-Kollwitz-Straße zum verkehrsberuhigten Bereich umgestaltet.

Erster Bauabschnitt bis Oktober?

Der erste Bauabschnitt, Am Schießstand plus Dürerstraße Nord-Süd, wird voraussichtlich im Oktober dieses Jahres fertig sein. Danach folgen die restlichen Straßen. Fertigstellung insgesamt: voraussichtlich Ende November 2020.

Bus fährt nicht bis zur Schule

Die Kinder, die mit dem Schulbus fahren, müssen sich in der Bauphase auf eine Änderung einstellen: Der Bus wird Gruhn zufolge nicht bis zur Schule fahren, sondern stattdessen am Habbrügger Weg halten. Die Kinder können dort sicher ein- und aussteigen und dann über den Stadion-Sportplatz ungefährdet zur Schule gehen.

Mit dem Rad oder zur Fuß?

Das Schulumfeld wird in der Regel auch mit dem Auto erreichbar sein. Eltern sollten sich aber auf Verzögerungen einstellen und möglichst auf den Habbrügger Weg oder die Jahnstraße ausweichen. "Generell sollten Eltern prüfen, ob es sinnvolle Alternativen zum Auto gibt, um die Verkehrsbelastungen während der Stoßzeiten zu verringern", sagt der Gemeindesprecher. Mit anderen Worten: Mit dem Rad oder zu Fuß wäre sinnvoller.

In den Anliegerstraßen im Umfeld des Sanierungsprojekts wird es teilweise temporäre Einschränkungen oder Regelungen für den Verkehr geben, die dann noch bekannt gegeben werden. "Das Verkehrskonzept wurde vorab mit dem Transportunternehmen und der Schulleitung abgestimmt", erläutert Gruhn.

Baufirma regelt Müllabfuhr

Die Anliegergrundstücke sollen in der Regel immer erreichbar sein. Kurzzeitige unvermeidbare Beeinträchtigungen, in denen die Grundstücke nicht mit dem eigenen Wagen angefahren werden können, sollen auf ein Minimum begrenzt werden. "Rettungs- und Einsatzfahrzeuge können dagegen jederzeit die Baustelle passieren, sodass die Erreichbarkeit im Notfall gegeben ist. Und die Müllabfuhr wird über die Baufirma geregelt, falls der Entsorgungsdienst nicht auf die Straße fahren kann", betont der Gemeindesprecher. In diesem Falle sollen die betroffenen Anlieger rechtzeitig informiert werden, wann die Tonnen und Säcke herauszustellen sind, damit die Baufirma sie dann zu Sammelstellen bringen kann.