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Warnung vor Qualitätseinbußen OOVW appelliert, alle Wasserleitungen regelmäßig durchzuspülen

Von Thomas Deeken | 14.04.2020, 19:29 Uhr

Stehendes Wasser in Leitungen sollte vermieden werden. Sonst könnte es laut OOWV mit der Zeit zu Qualitätseinbußen kommen.

„Wenn Wasser längere Zeit unbewegt in den Leitungen steht, kann sich das im Hausanschluss leitungsbedingt auf die Qualität auswirken. Daher sollte das Wasser regelmäßig in Bewegung gebracht und ausgetauscht werden.“ Darauf hat Axel Frerichs, stellvertretender Geschäftsführer des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), jetzt hingewiesen. Mit diesem Appell richtet sich der Wasserverband nicht nur an Privatpersonen zu Hause. Vielmehr könnte es gerade jetzt in der Corona-Krise zu Problemen kommen, wenn beispielsweise Kindergärten, Schulen, Sporthallen oder gastronomische Betriebe längere Zeit nicht genutzt werden.

Kurze Ruhepausen in Ordnung

„Bis zum Hausanschluss können wir für die Qualität des Wassers garantieren“, ergänzt Pressereferent Matthias Wittschieben. Kurze Ruhepausen seien vollkommen in Ordnung. Doch wenn das Wasser über mehrere Stunden in den Leitungen still steht, sollte man es wieder zum Laufen bringen.

Keimbildung möglich

Werden Wasserleitungen noch länger nicht genutzt, könnten sich beispielsweise Mikroorganismen wie Legionellen oder E. coli vermehren, die zu Krankheiten im Magen- und Darmbereich oder der Lunge führen können, erklären Biologen. Wasser, das zum Beispiel in Urlaubszeiten länger als 72 Stunden in der Leitung steht, sollte man nicht mehr als Trinkwasser verwenden. Vor der Nutzung sollte das Wasser längere Zeit aus der Leitung fließen..

Bis es gleichbleibend kühl ist

Um die hohe Qualität des Lebensmittels Nummer eins zu erhalten, sollte eine Grundregel immer beachtet werden: Wasser, das längere Zeit in der Leitung stand, sollte möglichst nicht verwendet werden. „Wenn die Armaturen mehrere Stunden nicht geöffnet wurden, wie es zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen der Fall ist, sollte das Trinkwasser so lange fließen, bis es gleichbleibend kühl ist“, informiert Frerichs.

Auch an Ferienhäuser denken

Wurde das Trinkwasser in den Leitungen – zum Beispiel während einer Urlaubsreise – mehrere Tage nicht entnommen, sollten alle Armaturen - also Kalt- und Warmwasser - nacheinander für einige Minuten voll geöffnet werden. Der vollständige Wasseraustausch in den Leitungen gelte auch für Duschen, Badewannen und Toilettenspülungen. „Ein Hinweis, der auch für Besitzer von Ferienhäusern oder ‑wohnungen wichtig ist“, heißt es seitens des Wasserverbandes.