Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ganderkesee persönlich Motorin des Ehrenamts räumt Schreibtisch im Rathaus

Von Reiner Haase | 08.12.2019, 15:18 Uhr

Christa Wachtendorf ist nach 40 Jahren in Diensten der Gemeinde Ganderkesee in den Ruhestand gegangen. Ihr Engagement im Freiwilligenforum wird von einer noch nicht benannten Kraft im Rathaus fortgesetzt.

Nach über 40 Jahren in Diensten der Gemeinde Ganderkesee hat Christa Wachtendorf am Freitag ihren letzten Arbeitstag im Rathaus absolviert. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen verabschiedeten die 63-Jährige aus diesem Anlass in ihrem Büro. Auch Ehrenamtliche schauten vorbei, denn in den letzten 14 Jahren hat Wachtendorf das Freiwilligenforum "Mach mit" vom Rathaus aus und auch vor Ort engagiert unterstützt.

Start in Delmenhorst

Ihre berufliche Laufbahn startete Wachtendorf 1972 mit der Ausbildung zur Verwaltungsangestellten bei der Stadt Delmenhorst. Anschließend wurde sie übernommen und dort im Jugendamt eingesetzt. 1979 bestand sie den Angestelltenlehrgang I.

Stationen der Laufbahn

Ihre Zeit bei der Gemeinde Ganderkesee begann für Wachtendorf am 1. Oktober 1979. Zunächst arbeitete sie im damaligen Bauamt in der Planungsabteilung. Nach einem ersten Mutterschaftsurlaub wurde sie im Hauptamt sowie im Schulamt eingesetzt. Nach ihrer zweiten Kinderpause arbeitete sie ab 1992 in der Volkshochschule, bevor sie 2000 ins Hauptamt und wiederum ein Jahr später in den Fachdienst Kinder, Jugend, Sport und Freizeit wechselte.

Ehrenamt und Pflege

Seit März 2005 kümmerte sich Christa Wachtendorf mit großem Einsatz auch um das Freiwilligenforum „Mach mit“. Organisatorisch gehörte sie ab 2006 dem Fachdienst Interner Service und seit 2007 bis zuletzt dem Fachdienst Soziale Hilfen an. Hier bearbeitete sie auch den Bereich „Hilfe zur Pflege“.

Lob fürs Engagement

Der Erste Gemeinderat Matthias Meyer dankte Wachtendorf für ihr großes Engagement und die jahrzehntelange kollegiale Zusammenarbeit: „Wer an das Freiwilligenforum denkt, dem wird noch lange Zeit zuerst dein Name einfallen. Du hast dich um die Arbeit der Ehrenamtlichen verdient gemacht“, betonte Meyer.

Den Menschen nah

Die Neuruheständlerin selbst wird die hinzugewonnene Freizeit vor allem mit ihren Enkeln und der Familie verbringen. „Und ich werde künftig noch viel mehr unter Menschen gehen, das brauche ich einfach“, sagt Christa Wachtendorf. Zudem plane sie, noch mehr Sport zu treiben und ihren Mann Werner auf dem Hof zu unterstützen.

Ehrenamt soll nicht leiden

Zwischenzeitlich lautgewordene Befürchtungen Ehrenamtlicher, das Freiwilligenforum könne unter dem Abschied Wachtendorfs leiden, sind offenbar unbegründet. Für die Zukunft von „Mach mit“ gibt es laut Gemeindeverwaltung inzwischen konkrete Pläne. Diese sollen zunächst mit den Ehrenamtlichen erörtert und noch vor Weihnachten öffentlich bekannt gemacht werden.