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Große Aktion beim Herbstmarkt So soll die Fairtrade-Auszeichnung in Ganderkesee gefeiert werden

Von Thomas Deeken | 02.09.2019, 22:41 Uhr

Beim Herbstmarkt erhält die Gemeinde Ganderkesee das Zertifikat Fairtrade-Gemeinde.

Wenn Ganderkesee in diesem Monat offiziell zur Fairtrade-Gemeinde ernannt wird, soll das nicht im kleinen Rahmen und im Geheimen im Rathaus passieren. Vielmehr möchten Christian Siedenstrang von der Ganderkeseer Wirtschaftsförderung und Thale Wiechmann als Sprecherin der Fairtrade-Steuerungsgruppe das ganz große Fass aufmachen. Beim Herbstmarkt am Sonntag, 15. September, will die Gruppe, zu der auch die beiden Ratsherren Timo Spille (CDU) und Dr. Volker Schulz-Behrendt (Grüne,) sowie Elke Mestemacher (Weltladen) und Barbara Wessels (terre des hommes) gehören, die Zertifizierung mit viel Tamtam und viel Publikum feiern. „Dann stellen wir unseren Beitrag, die Welt schöner zu machen, vor“, informiert Thale Wiechmann, einst bei Kornkraft und mittlerweile bei Backenköhler in Stenum tätig.

Viele Aktionen auf dem Marktplatz

Zwischen 11 und 20 Uhr soll auf dem Marktplatz im Ortskern „eine kleine Fairtrade-Town“ aufgebaut werden, sagt Siedenstrang. 13 Organisationen, Vereine, Schulen, Gruppen und Einzelpersonen wollen dann unter dem Hauptthema Nachhaltigkeit informieren, zu Aktionen einladen und unterhalten. Mit dabei sind unter anderem die Förderschule am Habbrügger Weg und die Grundschule Lange Straße, die Gesang und Modenschau zusteuern wollen. Außerdem machen beispielsweise terre des hommes, die regioVHS, das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Hollen und der Weltladen mit. Und es haben sich aramäische Frauen mit kulinarischen Köstlichkeiten wie Teigtaschen sowie der Wildeshauser Martin Bruns angekündigt, der von seinen „Schokofahrten“ berichten möchte, bei denen er mit dem Rad Schokolade aus Holland abgeholt hat – und zwar, ohne dabei CO2 zu produzieren.

Offizielle Auszeichnung um 14 Uhr

Um 14 Uhr soll die Auszeichnung durch Silvia Hesse vom Verein Transfair erfolgen, sodass sich Ganderkesee künftig auch Fairtrade-Town beziehungsweise -Gemeinde nennen darf – so wie derzeit bereits 625 Kommunen.

Man kann noch mitmachen

Außerdem soll ein gemeindeeigenes Logo zum Fairtrade-Projekt vorgestellt werden. Es wird eine Bauchtanzgruppe erwartet. "Und das Flowerstreet-Quartett kommt auch", erläutert Siedenstrang, der aber durchaus noch bis Freitag, 6. September, Anmeldungen für die offene Bühne im Bereich Musik oder Gesang, Zauberei, Akrobatik oder Comedy annimmt. Wer Lust hat, mitzumachen, sollte sich umgehend per Mail an c.siedenstrang@ganderkesee.de oder unter Telefon (04222) 44208 an den Wirtschaftsförderer wenden. Die einzige Bedingung: Es soll nicht Politisches sein.

Zu den Bedingungen, als Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet zu werden, gehört, dass mehrere Einzelshandelsgeschäfte, gastronomische Betriebe, Schulen, Kirchen und Vereine mitmachen und mindestens zwei verschiedene Fairtrade-Produkte anbieten. „Schön wäre es allerdings, wenn künftig mehr als Kaffee, Tee und Kekse im Angebot sind. Es sollte viel mehr auf Fairtrade umgestellt werden – zum Beispiel Kleidung für Feuerwehr“, wünscht sich Volker Schulz-Berendt.

Vortrag und Gespräche zum Thema Kinderarbeit

Nach der Zertifizierung, die alle zwei Jahre wieder aufgefrischt werden muss, soll es mit Aktionen weitergehen. So plant Barbara Wessels von terre des hommes beispielsweise für den 5. November einen Vortrag mit Aktionen und Gesprächen mit Pascal Masocha aus Simbabwe. Dabei geht es vor allem um das Thema Kinderarbeit.