Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ganderkeseer Schulausschuss tagt Nachmittagsangebot an Oberschule soll freiwillig werden

Von Thomas Deeken | 03.09.2019, 16:42 Uhr

Ganderkesee / Bookholzberg . Im Ganderkeseer Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport geht es unter anderem um das Ganztagsangebot an der Oberschule an der Ellerbäke in Bookholzberg.

Weg vom verpflichtenden und wieder zurück zum offenen Ganztagsangebot – das wünschen sich einer umfangreichen Befragung im Frühjahr zufolge viele Schüler der Oberschule an der Ellerbäke in Bookholzberg und deren Eltern. Wie das künftig im Detail aussehen könnte, das will Schulleiter Jan-Michael Braun am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport im Ganderkeseer Rathaus erläutern. Beginn ist um 18 Uhr.

Weg von teilgebundener Ganztagsschule gewünscht

Anschließend sollen die Ausschussmitglieder darüber entscheiden, ob der Antrag der Schule unterstützt wird, das sogenannte teilgebundene Ganztagsangebot mit der verpflichtenden Teilnahme der Schüler an zwei Tagen pro Woche umzuwandeln. Dann wäre das Mitmachen an Arbeitsgemeinschaften wie Kochen, Klettern oder Zumba freiwillig. Und zwar so wie an der Ganderkeseer Oberschule, an der es früher auch mal ein teilgebundenes und damit verpflichtendes Angebot gab.

Antrag muss zur Landesschulbehörde

Seit dem 1. August 2013 wird die Schule an der Ellerbäke mit Genehmigung des niedersächsischen Kultusministeriums als teilgebundene Ganztagsschule geführt. Seitdem müssen die Schüler zwei Mal pro Woche nachmittags antreten. Darüber hinaus gibt es an einem weiteren Wochentag ein freiwilliges Angebot. Das wird nach Angaben der Verwaltung inzwischen nicht mehr mehrheitlich von Schülern und deren Eltern unterstützt, sodass der Schulvorstand auf seiner Sitzung Mitte Juni beschloss, beim Kultusministerium zum Schulstart 2020/21 die offene Ganztagsschule zu beantragen. Dieser Antrag muss der Landesschulbehörde spätestens am 1. Dezember dieses Jahres vorgelegt werden.

Konzeptvorstellung von Schulleiter Braun

Schulleiter Braun informiert im Ausschuss über die Gründe, warum das verpflichtende Angebot nicht mehr so gefragt ist. Und er stellt ein neues Konzept vor, dem laut Verwaltung Schulelternrat und Gesamtkonferenz der Schule bereits zugestimmt haben.

Termin mit Politikern

Die Ausschussmitglieder wollen außerdem darüber beraten, ob Bürgermeisterin Alice Gerken und Vertreter des Rates – wie von Marcel Dönike von der SPD-Fraktion beantragt – künftig einmal im Schuljahr die beiden Oberschulen der Gemeinde besuchen sollen, um sich dort den Fragen der Schüler zu stellen und Anregungen mitzunehmen. Oder ob es eine gemeinsame Veranstaltung beider Schulen mit Bürgermeisterin und Politikern geben soll. Die Leiter der beiden Schulen, Jan-Michael Braun und Ingo Voss, hätten sich bereits für eine gemeinsame Veranstaltung ausgesprochen, so die Verwaltung. Das heißt: Wenn die Politik es so will, würde die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Schülervertretungen der beiden Oberschulen noch in diesem Schuljahr eine gemeinsame Veranstaltung mit Mitgliedern des Schulausschusses organisieren.

Entscheidung über Nachtragshaushalt

Darüber hinaus soll nach dem positiven Votum aus dem Finanzausschuss auch noch das Okay vom Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport für die zweite Nachtragshaushaltssatzung und den zweiten Nachtragshaushaltsplan kommen. Dabei geht es unter anderem um mehr Geld für die beiden Kunstrasenplätze beim TSV Ganderkesee und beim VfL Stenum. Der TSV soll 25000 Euro mehr für sein Projekt bekommen, der VfL sogar 37000 Euro (25000 Kunstrasen plus 12000 Euro LED-Strahler). Endgültige Entscheidungen über die Nachträge fallen im Verwaltungsausschuss am 18. September und im Gemeinderat am 26. September.