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Halbe Million Euro für Schulen Umsetzung des Digitalpakts kommt in Hude langsam in Schwung

Von Thomas Deeken | 06.09.2019, 12:11 Uhr

Die Umsetzung des Digitalpakts für die kommunalen Schulen in der Gemeinde Hude kommt langsam in Schwung. Das hat die Huder Gemeindeverwaltung mitgeteilt.

Rund eine halbe Million Euro stellt das Land Niedersachsen den Schulen in Hude zur Verfügung, um die Digitalisierungsstrategie umzusetzen. Mit dem Geld soll im Wesentlichen die technische Infrastruktur zur Umsetzung der individuellen Medienkonzepte an den Schulen hergerichtet werden, heißt es seitens der Huder Verwaltung. Das sei keine einfache Aufgabe, zumal daran auch die zukünftige Betreuung im Bereich Informationstechnik (IT) in den Schulen geknüpft sei.

IT-Fachmann gefunden

Inzwischen habe die Verwaltung mit Friedrich Schnabel, unter anderem bekannt durch seine bisherige ehrenamtliche Tätigkeit als CDU-Ratsherr in Hude, einen Fachmann gefunden, „der schon seit vielen Jahren mit umfangreicher Kompetenz in der IT-Branche tätig ist“. Schnabel soll sich neben dem Thema Schule auch mit weiteren IT-relevanten Fragestellungen innerhalb der Verwaltung beschäftigen. Aufgrund des Beschlusses des Verwaltungsausschusses werde der Huder ab November das Team der Verwaltung verstärken. Er werde dann auch auf sein Ratsmandat verzichten, heißt es seitens der Gemeinde.

470 Millionen Euro vom Bund

Über den Digitalpakt Schule erhält Niedersachsen 470 Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommt eine Aufstockung durch das Land um rund 52 Millionen Euro. Damit stehen bis 2024 über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen zur Verfügung, heißt es in einer Mitteilung des niedersächsischen Kultusministeriums. 90 Prozent der Summe gingen direkt an die Schulen. Zehn Prozent seien für landesweite und länderübergreifende Projekten gedacht.

WLAN-Ausleuchtung bis digitale Lernplattformen

Kommentar von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD): „Es geht um den Aufbau nachhaltiger Strukturen wie WLAN-Ausleuchtung, digitale Lernplattformen, Anzeigegeräte in Klassenräumen wie zum Beispiel interaktive Tafeln, aber auch um digitale Arbeitsplätze insbesondere in der berufsbezogenen Ausbildung und in den Naturwissenschaften.“ Laut Ministerium stehen den Schulen in ganz Deutschland über den Digitalpakt für die kommenden fünf Jahre insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung.