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Baubeginn für neue Kita erst 2020 Anbau der Kita St. Marien in Hude nimmt Formen an

Von Christopher Bredow | 22.10.2019, 21:34 Uhr

Nach nur acht Wochen konnte die Kita St. Marien in Hude am Dienstag Richtfest für den neuen Anbau feiern. Die Kosten blieben unter einer Million Euro – anders als an anderer Stelle in der Gemeinde, wo diese Marke für den Neubau einer Kita klar überschritten wird.

Erst acht Wochen ist es her, dass Pfarrer Norbert Steffen von der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in der Gemeinde Hude als eine seiner letzten Amtshandlungen den Spatenstich für den Anbau des gleichnamigen Kindergartens an der Glatzer Straße setzte. Bürgermeister Holger Lebedinzew war damals dabei – und staunte beim Richtfest am Dienstag über den Fortschritt der Arbeiten: "Hier ist in kurzer Zeit sehr viel entstanden", sagte er.

Norbert Steffen ist inzwischen zwar im Ruhestand, sein Nachfolger Dr. Clement Oloruntusin Akinseloyin befand beim Anblick des 160 Quadratmeter großen und zweigeschossigen Baus aber: "Das Projekt ist bei der Gemeinde in guten Händen, hier scheint alles nach Plan zu laufen." (Lesen Sie hier: Neuer Pfarrverwalter bringt viel Lebensfreude nach Hude.)

Anbau soll im Mai 2020 fertiggestellt sein

Genau so ist es. "Sehr zufrieden" mit dem Fortschritt der Bauarbeiten und der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Firmen zeigte sich Petra Ahrens, Leiterin des Kindergartens St. Marien. "Wir haben hier in den vergangenen Jahren immer wieder an- und umgebaut. So gut wie jetzt ist es selten gelaufen", befand sie. Läuft alles wie geplant weiter, soll der Anbau im Mai 2020 fertiggestellt sein. Dann können die Turnhalle im Erdgeschoss und die Mitarbeiterräume im Obergeschoss in Betrieb genommen werden – Kindergruppen kommen in dem Funktionsbau nicht unter.

116 Kinder kommen in der Kita St. Marien unter

"Wir schieben die Gruppen nur hin und her", erklärte Bürgermeister Lebedinzew mit Blick auf den seit eineinhalb Jahren genutzten Container, in dem eine der inzwischen sechs Gruppen untergebracht ist. Durch den Anbau ist es der Kita möglich, alle Gruppen im alten Haus zu betreuen. 116 Kinder flitzen dann durch die Kita, die selbst ebenfalls noch saniert werden soll. "Spätestens im Oktober 2020 wollen wir dann komplett fertig sein", blickte Ahrens voraus. Weitere Umbaumaßnahmen sind dann erstmal nicht geplant: "Größer kann es hier nicht mehr werden", so Lebedinzew. Die Kosten für den Anbau belaufen sich auf insgesamt 935.000 Euro, womit die Gemeinde wie geplant unter der Millionenmarke geblieben ist.

Bau der "Kita Amselstraße" soll im Frühjahr 2020 beginnen

Gerissen wird die Millionenmarke aber an anderer Stelle, und das gleich mehrfach: Etwa vier Millionen Euro soll die "Kita Amselstraße" kosten, die demnächst in Hude-Nord entstehen soll. Laut Lebedinzew ist der Bauantrag für das Bauprojekt inzwischen gestellt, man warte nun auf die Genehmigung. "Wir hoffen darauf, die Rohbauarbeiten noch in diesem Jahr ausschreiben zu können", so der Bürgermeister. Der Spatenstich sei dann im Frühjahr geplant. Die Bauzeit soll dann etwa 14 Monate betragen. (Lesen Sie hier: Hude investiert Millionen in Kitas.)

Anschließend können bis zu 130 Kinder in sechs Gruppen in der neuen Kita Platz finden. "Damit ist der Bedarf an Kita-Plätzen erstmal gedeckt", sagte Lebedinzew. Aufgrund verschiedener Faktoren wie den Flüchtlingszahlen und dem Kinderzuwachs sei dieser in den vergangenen Jahren stark gestiegen: "Wir haben inzwischen an vier Standorten Container stehen, die wir mit den Neubauten jetzt verstetigen." Ansonsten gebe es in vielen Kindergärten wie der Kita Regenbogeninsel großen Sanierungsbedarf, der nun ebenfalls in Angriff genommen werden soll. Kitas werden also auch weiterhin ein großes Thema in der Gemeinde Hude bleiben.