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Jahrzehnte im Ganderkeseer Rat Werner Brakmann und Günther Runge von Bürgermeisterin geehrt

Von Martina Brünjes | 26.07.2019, 10:32 Uhr

Werner Brakmann und Günther Runge sind Urgesteine der Ganderkeseer Ratspolitik. Die Jubilare verraten, wie lange sie noch im Rat mitwirken wollen.

Auf 20 Jahre Ratsarbeit kann Werner Brakmann zurückblicken, gar 30 Jahre sind es bei Günther Runge: Beide langjährigen Mitglieder des Ganderkeseer Gemeinderats sind am gestrigen Donnerstag von Bürgermeisterin Alice Gerken in ihrer Funktion als Vorsitzende des Kreisverbands im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund geehrt worden.

Bevor sie die Urkunden an Brakmann und Runge überreichte, bedankte sich Gerken bei den beiden Ehefrauen, „die ihren Männern für ihre Tätigkeiten immer den Rücken freigehalten haben“. Gäste der Doppelehrung waren Ehrenamtsmitglieder, Fraktionsvorsitzende und Ratsmitglieder. Auch der ehemalige Bürgermeister Gerold Sprung war unter den Gästen.

Vor 20 Jahren nachgerückt

Werner Brakmann rückte am 3. Juni 1999 für das verstorbene Ratsmitglied Reinhard Wenke in den Gemeinderat nach. Zunächst war er im Schulausschuss und Umweltausschuss aktiv. Aktuell ist er Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Beigeordneter im Verwaltungsausschuss seit inzwischen zehn Jahren und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen. Daneben vertritt er seine Fraktion in zahlreichen Arbeitskreisen.

Neben seiner politischen Arbeit hat sich Brakmann viele Jahre im TSV Immer-Bürstel engagiert, dessen Ehrenvorsitzender er ist. „Im Winter erkenne ich ihn immer an seinem roten Schal, der ist so was wie sein Markenzeichen“, sagte Alice Gerken mit einem Lächeln.

Schockerlebnis begleitete Einstieg

Für Werner Brakmann ging es vor 20 Jahren überraschend im Rat los. „Der plötzliche Tod meines guten Freundes Reinhard Wenke war ein Schock für mich. Er hat mich in die Partei gebracht und nun sollte ich für ihn nachrücken“, berichtete der Geehrte über seine Anfänge als Ratsherr.

„Damals konnte ich mir nicht vorstellen, lange im Rat zu sein, hatte ich doch schon viel Arbeit mit meinen pubertierenden Kindern, der Arbeit und als Vorsitzender des TSV Immer-Bürstel“, fügte Brakmann schmunzelnd hinzu. Der 71-Jährige verriet, was er noch vorhat:

„Eigentlich sollte mit 70 Jahren Schluss sein im Rat. Das hat nicht geklappt, nun sage ich: Mit 80 ist Schluss.“

Während der Ehrung von Günther Runge schwenkte die Bürgermeisterin kurz auf Plattdeutsch um: „Eegentlich schull ik disse Ehrung op platt holn, wiel Günther Runge ja een richtigen Plattschnacker is.“ Zum guten Verständnis aller ging es dann aber auf Hochdeutsch weiter. Der gebürtige Heider rückte am 18. Juli 1989 für Bernhard Hegeler, der den Verzicht auf sein Mandat erklärt hatte, als Mitglied der CDU-Fraktion in den Gemeinderat nach.

Seit 2011 ist Günther Runge Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen. Daneben ist er Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultur, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung sowie im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz. Auch Runge engagiert sich über sein Ratsmandat hinaus ehrenamtlich. Er ist Mitglied der Ortswehr Schierbrok-Schönemoor und hatte vom 1991 bis 2005 das Amt des Ortsbrandmeisters inne.

Feuerwehr spielte immer eine große Rolle

An die bisherige Zeit im Rat erinnere er sich gern zurück, sagte Runge: „Es war eine schöne Zeit. Ich bin fast jedes Mal mit einem Direktmandat gewählt worden.“ Die Feuerwehr spielte immer eine große Rolle in seinem Leben. „Auch die Straße Auf dem Hohenborn begleitete mich von Anfang an“, erzählte Runge.

Er bedankte sich bei allen und betonte nochmals, dass er seine Arbeit immer gern gemacht habe, „doch nun soll Schluss sein“. Er ist noch für zwei Jahre gewählt, „danach kandidiere ich nicht mehr“, steht für Günther Runge fest.