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Neue Ausstellung in Ganderkesee Kampfansage an die Tristesse der Schottergärten

Von Thomas Deeken | 11.07.2019, 17:04 Uhr

"Was hast du für einen altmodischen Garten!“ – so lautet der Titel einer neuen Ausstellung mit Malerei von Bärbel Woitas, die am Freitag, 2. August, im Kulturhaus Müller in Ganderkesee beginnt. Eröffnung ist um 19 Uhr.

Bärbel Woitas hat aktuell ein wichtiges künstlerisches Anliegen: das Artensterben der Insekten. Und so sind es vor allem Bienen, Mücken, Schnaken, Ameisen, Wespen und Vögel, die seit einiger Zeit ihre Bildwelten bevölkern.

Kampfansage an die Tristesse der Schottergärten

Der Titel der Ausstellung soll einen unmittelbaren und kritischen Zusammenhang zu den heutzutage modischen Betongärten herstellen, in denen Pflanzen allenfalls noch Beiwerk sind und für Insekten nur wenig Lebens- und Nahrungsraum existiert, heißt es in einer Ankündigung der regioVHS Ganderkesee-Hude. In altmodischen Gärten hingegen dürfe es wuchern und wachsen, dürften in unendlicher Vielfalt Bäume, Sträucher, Büsche und Blumen neben- und miteinander existieren. Und so will Bärbel Woitas ihre Ausstellung als Kampfansage an die Tristesse der Schottergärten verstanden wissen.

Höchste Farbpracht

Mit groß- und kleinformatiger experimenteller Malerei in höchster Farbpracht, Monotypien und Gelprinting sowie Wachs-/Collagentechnik entführt die Künstlerin „in eine bedrohte und dennoch bezaubernde Welt“.

Künstlerin gibt auch Kurse

Bärbel Woitas ist seit 1990 in Ganderkesee ansässig. Nach einem Fernstudium bildete sie sich seit 1987 mit Aktkursen bei Doris Garduhn, Teilnahmen an Sommerakademien in Norden bei Johann Nußbächer und in Seminaren als Malerin und Zeichnerin weiter. Sie gibt Malkurse an der regioVHS Ganderkesee-Hude, der VHS Delmenhorst und VHS Hatten-Wardenburg und hat sich an zahlreichen Ausstellungen in der Region beteiligt.

Kinderfest passt thematisch

Die Werke sind nach der Eröffnung sonntags von 11 bis 17 Uhr und während der öffentlichen Veranstaltungen der regioVHS zu sehen. Dazu zählt thematisch auch das Kinderfest im Kulturhaus, das für Samstag, 3. August, unter der Überschrift „Summ, Summ, Summ!“ geplant ist.

Für Sechs- bis 14-Jährige

Kinder zwischen sechs und 14 Jahren sind zu dem Fest ins Kulturhaus eingeladen, um sich die Bilder in der Ausstellung anzuschauen und anschließend selbst künstlerisch tätig zu werden. Für Essen und Trinken, Spiele und Spaß wird gesorgt, verspricht Dozentin Bärbel Schönbohm. Der Eintritt ist frei. Dauer der Veranstaltung: etwa drei Stunden ab 15 Uhr.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter Telefonnummer (0 42 22) 80 65 50 . ken