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Bryndorf spielt Orgel-Werke Dänische Professorin gibt "Meisterkonzert" in Ganderkesee

Von Thomas Deeken | 12.06.2019, 18:36 Uhr

Nächster Gast in der Reihe "Meisterkonzerte": Die Dänin Bine K. Bryndorf wird in Ganderkesee erwartet.

Im Rahmen der "Meisterkonzerte" in der Kirche St. Cyprian und Cornelius in Ganderkesee, mit denen sich die evangelische Kirchengemeinde an den Feierlichkeiten zum Gedenken an Arp Schnitger beteiligt, der vor 300 Jahren starb, gastiert am Sonntag, 16. Juni, Bine K. Bryndorf aus Kopenhagen. Beginn des Konzerts ist um 18 Uhr.

Bryndorf vertritt Skandinavien

Die Idee für die Meisterkonzerte sei, für die einzelnen Konzerte Professoren einzuladen, die aus den Regionen kommen, in denen Schnitger gewirkt beziehungsweise in die sein Schaffen ausgestrahlt hat, erklärt Kreiskantor und Organisator Thorsten Ahlrichs. So vertritt die Dänin Bryndorf beispielsweise Skandinavien. Denn Schnitger baute Orgeln in Itzehoe und auf Pellworm – also kurz vor der heutigen dänischen Grenze. Mit Uppsala stand er in Verhandlungen, so der Ganderkeseer.

Professorin in London

Bine K. Bryndorf ist Schlossorganistin am Frederiksborg-Schloss in Hillerød, wo sie unter anderem die bedeutende Orgel von Esaias Compenius (1610) wöchentlich im Konzert vorführt und beaufsichtigt. Sie ist außerdem Professorin für Orgel an der Royal Academy of Music in London.

Vor allem als Orgelsolistin tätig

In Wien, Saarbrücken und Boston ausgebildet, hat sie eine lange rege internationale Konzerttätigkeit hinter sich. Bine Bryndorf wird oft als Dozentin an Meisterkursen eingeladen und hat in vielen internationalen Jurys mitgewirkt. Sie hat CDs mit Werken von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Carl Nielsen und Zeitgenossen eingespielt und ist vor allem als Orgelsolistin tätig. Sie ist aber auch sehr aktiv im Bereich Kammermusik.

Auch Raritäten im Programm

Auf dem Programm in Ganderkesee, das unter dem Titel „Mit Bach und seinen Vorgängern durch das Kirchenjahr“ steht, finden sich Werke von Dietrich Buxtehude, Franz Tunder, Michael Praetorius, Johann Adam Reincken und natürlich Johann Sebastian Bach. Bryndorf hat dabei Werke aus allen Kategorien der Orgelmusik gewählt und stellt auch Seltenheiten wie zum Beispiel die Bearbeitung über „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ von Buxtehude vor.

Karten nur an der Abendkasse

Karten gibt es an der Abendkasse zu zehn Euro. Die nächsten Meisterkonzerte finden am 30. Juni (Pieter van Dijk), 14. Juli (Wolfgang Zerer) und 28. Juli (Hanna Dys) jeweils ab 18 Uhr statt.