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Lastwagen fahren durch Fahrener Weg Enge Straße in Ganderkesee führt zu Problemen

Von Christopher Bredow | 24.05.2019, 21:22 Uhr

Die Anwohner am Fahrener Weg in Ganderkesee klagen über einen zu großen Lastwagenverkehr. Die Straße sei zu eng, damit entgegenkommende Fahrzeuge aneinander vorbeifahren können. Jetzt wird ein Durchfahrverbot gefordert.

Wenn man den Fahrener Weg in Ganderkesee befährt, merkt man es schon selbst: Sobald Gegenverkehr kommt, wird es eng. Und ist der Gegenverkehr dann auch noch 40 Tonnen schwer und über zwei Meter breit, wird es noch enger. Das sieht auch der Ganderkeseer SPD-Ratsherr und Anwohner Rolf Oetken so, der gegen den Durchgangsverkehr von großen Lastwagen nun etwas tun möchte.

Lastwagen zu breit für die Straße

"Große Autos können noch aneinander vorbei fahren", sagt Oetken über den Fahrener Weg, der als Wohnstraße nicht gerade breit ist: "Sobald hier aber ein Laster durchrollt, wird es schwer." Mehrmals im Monat würde der geringe Platz auf der Straße dazu führen, dass ein Lastwagen die gesamte Breite der Straße ausnutzt und entgegenkommende Fahrzeuge auf die Grundstücke ausweichen müssen. Dies habe auch schon zu abgefahrenen Seitenspiegeln geführt. (Lesen Se hier: Discounter Action eröffnet Ganderkeseer Filiale doch früher.)

Navigationsgerät führt Lastwagenfahrer auf Fahrener Weg

"Die Straße ist nicht dafür ausgelegt, dass 40-Tonner hier durchfahren", sagt auch Anwohner Erich Strudthoff. Warum Lastwagen überhaupt über den Fahrener Weg fahren, kann Oetken erklären: "Ein Lastwagenfahrer hat mir mal gezeigt, dass sein Navigationsgerät diese Strecke empfohlen hat." Die Fahrer würden demnach von der A 28 in Urneburg auf die Oldenburger Straße in Richtung Delmenhorst abbiegen. Um in Richtung des Gewerbegebiets zu kommen, nähmen sie dann den Fahrener Weg. "Als der Lastwagenfahrer mir das erklärt hat, habe ich wirklich gestaunt", berichtet Oetken. Immerhin würde es weitaus sinnvollere Strecken geben, um zum Gewerbegebiet zu kommen.

Problem für Fußgänger

Ein weiteres Problem stellen die Fußwege dar, die laut Oetken einerseits zu eng und andererseits in einem schlechten Zustand seien. "Gerade Senioren mit Rollator müssen auf die Straße ausweichen", erklärt Oetken. Sowohl für sie, als auch für andere Fußgänger wie Kinder würde der Durchgangsverkehr daher eine Gefahr darstellen. (Lesen Sie hier: Anwohner vermuten ausgesetztes Tier am Heider See.)

Durchfahrverbot gefordert

Um das Problem zu beheben, hat Oetken nun einen Antrag bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. "Ich habe ein Durchfahrverbot für große Lastwagen beantragt", erklärt der SPD-Ratsherr. Demnach soll am Anfang des Fahrener Wegs ein Schild mit entsprechendem Hinweis aufgestellt werden. "Die Verwaltung und die Fraktionen müssen sich nun damit auseinandersetzen", sagt Oetken: "Ich hoffe, dass dem Antrag dann auch zugestimmt wird."