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2020 Freilichttheater geplant Verein zur Förderung von Dorf und Kultur in Bergedorf gegründet

Von Thomas Deeken | 06.02.2019, 16:25 Uhr

Der nächste Schritt ist getan. Für das im nächsten Jahr geplante Theaterspektakel "Brudermord" in Bergedorf hat Projektinitiator Gerd Logemann jetzt einen neuen Verein gegründet.

Die nächste Hausaufgabe ist erledigt: Gerd Logemann, Initiator des für nächsten Sommer angekündigten Freilichttheaters in Bergedorf, hat am Dienstagabend den Verein zur Förderung der Dorf- und Kulturgemeinschaft Bergedorf, kurz "Dorf und Kultur", ins Leben gerufen. Wichtig sei dieser gemeinnützige Verein unter anderem wegen der Haftung und der Finanzen rund um diese Theater-Großprojekt um Liebe, Mord und Moral, erläutert Logemann.

Manfred Radtke ist Geschäftsführer

Logemann, der auch als Gäste führender "Mönch" aktiv ist, hat selbst den Posten des ersten Vorsitzenden übernommen, seine Tochter Diana Stolle aus Großenkneten, ist zweite Vorsitzende, sein Bruder Herwig Logemann, ebenfalls aus Bergedorf, dritter Vorsitzender. Die Geschäftsführung mit Kassen- und Schriftführung liegt bei Manfred Radtke, ehemaliger Studiendirektor und stellvertretender Leiter der Berufsbildenden Schulen II in Delmenhorst. Wer Lust hat, dem Verein beizutreten, zahlt als Einzelperson 15 Euro Beitrag im Jahr, Familien – egal wie groß – sind mit 20 Euro dabei, sagt Logemann.

Hoffnung auf Fördermittel

"Wir warten jetzt auf den Eintrag beim Amtsgericht", erklärt der Vereinsvorsitzende. Danach könnten die Gespräche mit Oldenburgischer Landschaft, Banken und Kommunen weitergehen, um Fördermittel zu beantragen. Der Grundstock sei schon da: 500 Euro, die Prämie vom Landkreis für die Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", seien als Startkapital bereits in die Vereinskasse geflossen.

"Brudermord" fertiggestellt

Rein künstlerisch ist nach Angaben von Logemann bereits vieles in die Wege geleitet und einiges auch schon abgeschlossen worden: So liegt unter anderem das Stück "Brudermord", geschrieben von einem Delmenhorster unter dem Pseudonym Walter Wiesel, bereits vor. Mit Markus Weise ist bereits ein bekannter Delmenhorster Allrounder als Regisseur verpflichtet worden. Und die Kulisse soll vom Werkstattprojekt für Langzeitarbeitslose der Ländlichen Erwachsenenbildung in Ganderkesee kommen, informiert Logemann.

Über Besetzung entscheidet Markus Weise

Insgesamt gibt es in dem Stück etwa 40 Sprechrollen, einschließlich der großen Rollen Graf Christian und Graf Moritz. Außerdem sollen 20 Statisten und auch Pferde "für den Kreuzzug ins Heilige Land" mitwirken. 25 Personen habe der Bergedorfer bereits auf dem Papier. Fest stehe bei der Besetzung allerdings noch nichts. Das soll alles von Markus Weise übernommen werden, der zu einem späteren Zeitpunkt noch einen Appell an Theaterfreunde richten will, sich als Schauspieler für das Openair-Projekt zu bewerben.

Spielzeit im Sommer 2020

Probenbeginn könnte im März nächsten Jahres sein. Als Spielzeit sind die Wochen vom 18. Juli bis Ende August 2020 geplant. Gespielt werden soll auf Logemanns Engelswiese "mit einem Blick in die weite Auenlandschaft".