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Welche Kostüme sind verboten? Großer Andrang auf Kostümbörse in Ganderkesee

Von Christopher Bredow | 08.02.2019, 20:42 Uhr

Schlange stehen für den Fasching: Beim Verkaufsstart der Kostümbörse in Ganderkesee gab es am Freitag wieder einen großen Andrang. Im Trend liegen in diesem Jahr ganz besondere Kostüme - einige sind aber auch verboten.

Als eine der ersten erhielt Katrin Broll mit ihren beiden Töchtern Marie und Lucia Zutritt zur Kostümbörse im Von-Seggern-Haus an der Rathausstraße 19. "Wir finden die Auswahl hier super", sagt Broll, die vor einiger Zeit von Köln nach Ganderkesee gezogen ist und eine klare Meinung hat: "Der Fasching hier kann locker mit dem Karneval in Köln mithalten." Ihre Töchter freuten sich derweil über die in den engen Gängen ergatterten Kostüme: "Ich gehe in diesem Jahr als Geisha", erzählt die siebenjährige Lucia stolz. (Lesen Sie hier: Als Schweinchen oder Prinzessin zum Ganderkeseer Fasching.)

Menschen stehen Schlange vor der Kostümbörse

Bis auf die Straße standen die Menschen an, die nach und nach in die Börse gelassen wurden, um ein passendes Kostüm zu finden. Erstmals gab es den Verkaufsstart an einem Freitag statt am Montag, wie Elfriede Meyer vom ehrenamtlichen Organisationsteam erzählt: "Viele Besucher haben uns gesagt, dass sie montags nicht so viel Zeit haben." Der Freitag als Eröffnungstag sei ein Experiment gewesen, das sich aufgrund des großen Andrangs ausgezahlt habe: "Wir sind wieder sehr zufrieden mit der Resonanz."

Wie immer meistert Meyer gemeinsam mit ihren Kolleginnen Brigitte Ewald und Christa Rediske trotz des Stresses den ersten Tag mit großer Freude: "Wir haben viel Spaß an der Börse", sagt Meyer. In den vergangenen drei Wochen wurden für die inzwischen zwölfte Kostümbörse wieder hunderte Kostümteile angenommen, erklärt Meyer: "Darauf sind wir sehr stolz." Wie immer wurde auch dieses Mal darauf geachtet, dass die angebotene Second-Hand-Ware gut erhalten und sauber ist.

Tierkostüme liegen im Trend

Im Trend sind in diesem Jahr vor allem Tierkostüme für Erwachsene, wie die Organisatorin ein wenig verwundert berichtet: "Das ist sehr ungewöhnlich, weil es solche Kostüme sonst eigentlich nur für Kinder gab." Ansonsten gebe es auch wieder viele Fantasie- und Gruppenkostüme: "Es scheint immer mehr im Trend zu sein, sich ähnlich zu kleiden", sagt Meyer. Zudem seien in diesem Jahr auch wieder viele Utensilien wie Perücken und Hüte zu haben. (Alles zum Fasching 2019 in Ganderkesee finden Sie auf unserer Themenseite.)

Auch Lidia Grimm und ihre Töchter Eveline und Ellie-Marie waren beim Verkaufsstart der Faschingsverkleidungen in Ganderkesee mit dabei. "Wir kommen schon seit zwei Jahren hierher und haben bisher immer was gefunden", erzählt Grimm. Die drei kommen eigentlich aus Achim, wurden nach ihrem Umzug nach Ganderkesee aber direkt vom Faschingsfieber infiziert: "Inzwischen haben wir schon ganz viele Kostüme zuhause. Die Kinder können sich kaum entscheiden", sagt Grimm lachend.

Mitführen von Anscheinswaffen verboten

Worauf Faschingsliebhaber bei Kostümen lieber verzichten sollten, erklärt Albert Seegers, Sprecher der Polizeiinspektion Delmenhorst. Grundsätzlich gebe es zwar keine Verbote in Bezug für das Tragen von Kostümen oder Masken, ein paar Einschränkungen müssten dennoch beachtet werden: "Ich kann zum Beispiel keine Kostüme oder Embleme von verbotenen Organisationen tragen und mich dabei auf den Karneval berufen", erklärt Seegers.

Zudem sei das Mitführen von Anscheinswaffen, die nicht direkt als ungefährliche Gegenstände eingestuft werden können, problematisch. "Entscheidend ist aber immer die Kombination aus Verkleidung und Verhalten", sagt Seegers. Daher rät er in jedem Kostüm zu einer vernünftigen und besonnenen Verhaltensweise. (Lesen Sie hier: Verkehr auf Raiffeisenstraße ist während des Ganderkeseer Faschings beschränkt.)

Um sich faschingsgerecht einzukleiden, kann die Kostümbörse im Von-Seggern-Haus noch bis Samstag, 23. Februar, besucht werden. Bis dahin hat die Börse montags und freitags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.