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Fahrer steht vor Gericht Drogenkurier auf der A1 bei Wildeshausen erwischt

Von Thorsten Konkel | 09.04.2019, 14:48 Uhr

Ausfahrt verpasst – und dann noch von der Polizei mit Drogen erwischt: Der Transport von rund einem halben Kilogramm Marihuana hat einen Mann vor Gericht gebracht.

Der Angeklagte war zusammen mit einem Bekannten per Kleintransporter von Gelsenkirchen Richtung Oldenburg unterwegs, hatte dann aber wohl die Abfahrt von der A1 auf die A29 verpasst. Die Polizei wurde aufmerksam auf den Transporter – und kontrollierte ihn auf dem Autobahnrastplatz Wildeshausen. Im Wageninneren fanden die Beamten 360 Gramm Cannabisblüten und weiteres Cannabis-Pflanzenmaterial. Verurteilt wurde der Mann wegen des Besitzes einer nicht geringen Menge verbotener Betäubungsmittel.

Mindeststrafe ein Jahr Haft

Die Mindeststrafe beträgt ein Jahr Haft, sie kann auch zur Bewährung ausgesetzt werden. Das Gericht kann die Mindeststrafe noch verringern, wenn es einen minder schweren Fall sieht, etwa weil es einen Eigengebrauch der Droge durch den Angeklagten annimmt. Das ist hier geschehen. Der Pole erhielt eine achtmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Das entschied am Montag ein Schöffengericht des Amtsgerichtes Wildeshausen.

Für den Angeklagten sprach zudem sein Geständnis. In Deutschland war er noch nicht juristisch auffällig gewesen, wohl aber in Polen. Sein Verteidiger hatte sechs Monate Haft auf Bewährung beantragt, die Staatsanwaltschaft ein Jahr und zwei Monate auf Bewährung. Sein Beifahrer war nicht angeklagt worden.