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Hospizkreis Ganderkesee-Hude Kraft und neue Zuversicht am Sternenkindergrab

Von Thomas Deeken | 26.04.2019, 16:20 Uhr

Seit 2006 gibt es in Ganderkesee ein Sternenkindergrab. Der Hospizkreis Ganderkesee-Hude kümmert sich darum.

Erinnerungsstücke, die Angehörige von Sternenkindern auf das Ganderkeseer Sternenkindergrab gelegt haben, können im Hospizbüro an der Rathausstraße 19 im Ganderkeseer Ortskern abgeholt werden. Darauf weist Holger Lebedinzew, 2. Vorsitzender des Hospizkreises Ganderkesee-Hude, hin. Das Grab befindet sich auf dem Friedhof an der Urneburger Straße.

Niedergelegte Gegenstände werden Anfang April und Oktober wegen Verwitterung und Erleichterung der Grabpflege von den Ehrenamtlichen des Hospizkreises abgeräumt. Diese Erinnerungsstücke werden anschließend im Hospizbüro für weitere sechs Monate aufbewahrt und können während der Bürozeiten dienstags von 16 bis 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr abgeholt werden.

Sternenkindergrab gibt es seit 2006 in Ganderkesee

Das Grab für Sternenkinder – Kinder, die vor, während oder schon kurz nach der Geburt gestorben sind – besteht seit 2006, damals vom Hospizkreis initiiert. "Ein würdevoller Umgang mit Sternenkindern, die nicht leben durften, ist ein wichtiges Anliegen des Vereins und den darin tätigen Ehrenamtlichen", heißt es in einer Mitteilung Lebedinzews. Das Sternenkindergrab sei ein Erinnerungsort, "an dem vielleicht die lähmende Befangenheit abgelegt werden kann und Trauer, Schmerz, Seelennot und Gefühlschaos gelebt werden dürfen". Die Angehörigen der Sternenkinder, die ein "Sternchen" hergeben mussten, "finden hier vielleicht ein wenig Kraft und neue Zuversicht und einen besonderen Ort für liebende Erinnerung", so der 2. Vorsitzende des Hospizkreises.