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Neues Rüstzeug für Begleitung Sterbender Hospizkreis Ganderkesee setzt Demenzbox ein

Von Thorsten Konkel | 05.05.2019, 21:24 Uhr

Seit 2005 begleitet der Hospizkreis Ganderkesee-Hude sterbenskranke Menschen auf dem letzten Lebensweg sowie deren Angehörige und Freunde.

Überwiegend unterstützen die Ehrenamtlichen die Betroffenen im häuslichen Bereich, aber auch in Krankenhäusern und zunehmend mehr auch in Pflegeheimen. Dabei hätten Sterbebegleitungen von Menschen mit Demenz im Hospizkreis stetig zugenommen, berichtet der zweite Vorsitzende des Vereins, Holger Lebedinzew. „Um eine Beziehung zu einem Menschen mit Demenz aufbauen zu können, bedarf es sehr viel Einfühlungsvermögen, liebevolle Zuwendung, Zeit und Geduld“, sagt Lebedinzew. Jetzt wird den Hospizbegleitern eine Art „Handwerkszeug“, mitgegeben, welches spontan einsatzbereit ist, um einen möglichst schnellen und vertrauensvollen Zugang zu den an Demenz Erkrankten zu bekommen. Vier kreative Ehrenamtliche habe dafür eine „Demenzbox“ entwickelt. Bestückt ist sie mit einer Vielzahl von Gedichten, Liedern, Märchen, Geschichten, einem Fundus von großen abwischbaren Bildern aus alten Zeiten, einer Puppe, Massagebällen und selbst genähten Nestel-Kissen.

Thema Demenz eine immer größere Herausforderung

„So wie das Thema Demenz für die Gesellschaft eine immer größere Herausforderung sein wird, so wird auch der Hospizkreis sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe immer wieder neu stellen“, sagt Lebedinzew. Ziel sei es, Demenzkranken am Lebensende würdevoll begegnen zu können und ihnen das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein. Weitere Informationen gibt es beim Hospizkreis unter (0160) 99 64 3944.