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Klimaschutz von Anfang an Bookholzberger Kita Bargup kämpft gegen Verpackungsmüll

Von Bettina Dogs-Prößler | 10.05.2019, 23:42 Uhr

Eine Woche lang haben Erzieher der Kindertagesstätte Bargup jetzt Tag für Tag den Plastikmüll gesammelt, der beim Frühstück mit den Kindern angefallen ist.

Snackmöhren im Plastikbeutel, Mini-Käse im Kunststoffmantel und Unmengen kleiner Joghurtbecher: Was nach dem Frühstück im Kindergarten an Müll anfällt, ist enorm. „Wir wollen den Eltern damit zeigen, was jeden Tag so an Müll aufläuft“, erklärte Einrichtungsleiter Matthias Groß.

Klimaschutzaktionstag zeigt Müllmenge auf

Gemeinsam mit den 20 anderen Kindertagesstätten der Gemeinde, hat sich die neue Bookholzberger Einrichtung am gestrigen Klimaschutzaktionstag beteiligt, der zusammen mit dem Regional- und Umweltzentrum RUZ Hollen ausgearbeitet worden war. „Nach einem Tag ohne Strom 2018 stand in diesem Jahr das Thema nachhaltige Ernährung auf dem Programm“, schilderte Claudia Kay vom RUZ gestern Vormittag bei der Abschlusspräsentation des Projekts.

Anlässlich des gemeindeübergreifenden 6. Klimaschutzaktionstages, an dem inzwischen auch Einrichtungen aus Dötlingen und Twistringen teilnehmen, hat sich die Barguper Kita eine Woche lang intensiv mit Themen wie „Lebensmittelverschwendung“, „Konsum von regionalen und saisonalen Produkten“ und „verpackungsarm einkaufen“ beschäftigt. Während es in den beiden Krippengruppen vor allem um das Kennenlernen regionaler Obst- und Gemüsesorten ging, haben sich die Kindergartenkinder schon mit den Inhalten verschiedener Lebensmittel beschäftigt. „Wir haben uns genau angeschaut, was in den einzelnen Sachen drinsteckt, die die Kinder die Woche über so mitbringen – und was gesund ist und was nicht“, erläuterte Einrichtungsleiter Matthias Groß. Und wo auf einfache Weise Müll hätte vermieden werden können. „Viele Sachen sind heutzutage völlig unnötig einzeln verpackt. Über die Kinder wollten wir auch die Eltern sensibilisieren, solche Produkte künftig zu vermeiden.“

Auch noch Gemüsebeete bepflanzt

Zusätzlich haben alle vier Gruppen noch Gemüsebeete bepflanzt und die größeren Kinder schließlich noch den Müll gesammelt, der jeden Tag beim Frühstück durch die vielen Einzelverpackungen angefallen ist. Zum Abschlusstag gestern wurden in den beiden Kindergartengruppen dann noch nachhaltige Insektenhotels gebastelt, die in den kommenden Tagen auf dem Gelände der Einrichtung platziert werden sollen. Unter anderem verwendeten die Kinder dafür leere Konservendosen und Altpapier, um Wildbienen ein neues Zuhause zu bieten. Abgeschlossen ist das Thema Klimaschutz in der Kita Bargup damit aber noch nicht. „Wir wollen in den nächsten Wochen zusammen mit den Kindern noch ein Hochbeet und eine Wurmkiste bauen“, schilderte Groß. Letztere sorge als eine Art Mini-Komposthaufen mithilfe professioneller Kompostwürmer für die nährstoffhaltige Erde. Darüber hinaus will Groß das Thema Ernährung und Lebensmittelverschwendung auch noch in Projekten mit den Eltern intensiver aufarbeiten.