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Einigkeit im Ganderkeseer Finanzausschuss Beim neuen Feuerwehrhaus in Bookholzberg soll es jetzt schnell losgehen

Von Thomas Deeken | 08.02.2019, 16:25 Uhr

Ein Investorenmodell bei der Umsetzung des neuen Bookholzberger Feuerwehrgerätehauses dürfte vom Tisch sein. Jetzt hoffen Ratspolitiker und Feuerwehrleute darauf, dass es mit dem Projekt schnell losgeht.

Aufatmen beim Bookholzberger Ortsbrandmeister Carsten Drieling und bei Gemeindebrandmeister Bernd Lembke: Das neue Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet An der Bahn in Bookholzberg könnte jetzt doch schneller gebaut werden als zunächst gedacht. So interpretierten die beiden Feuerwehrleute zumindest die Äußerungen der Fraktionen im Finanzausschuss am Donnerstagabend. "Jetzt geht es wohl nicht mehr um Jahre, sondern um Monate", sagte Drieling nach der Sitzung. Ein Baubeginn in diesem Jahr sei wünschenswert, ergänzte Lembke.

"Derzeit problematische Rahmenbedingungen"

Es werde Zeit, dass es vorangeht und dass das Projekt nicht weiter verzögert wird, betonten die beiden Feuerwehrmänner. Denn das Gebäude an der St.-Florian-Straße in Bookholzberg sei inzwischen viel zu klein für Personal, Fahrzeuge und Ausrüstung geworden. "Wir haben hier einen Dienstbetrieb, der unter problematischen Rahmenbedingungen abläuft", so Drieling.

Investorenmodell dauert länger

Zuvor hatte Matthias Meyer, Fachdienstleiter Finanzen, darauf hingewiesen, dass ein Neubau des Feuerwehrgerätehauses als Investorenmodell – als sogenanntes ÖPP-Projekt, das für "Öffentliche Private Partnerschaft" steht – die Projektdauer gegenüber der klassischen Variante voraussichtlich um ein Dreivierteljahr verlängern würde. Außerdem sei nicht klar, ob durch ein derartiges Modell auch Kosten reduziert werden könnten.

CDU für schnelle Umsetzung

CDU-Fraktionschef Ralf Wessel, der zuvor den Antrag gestellt hatte, bei Planung und Bau des Bookholzberger Feuerwehrgerätehauses auch Investorenmodelle zu berücksichtigen, erklärte, er könne den Ausführungen der Verwaltung zum ÖPP-Modell durchaus folgen. Es sei jetzt wichtig, schnell in die Umsetzung zu kommen. Zum Argument Zeitverzögerung sagte Wessel, es habe eigentlich ausreichend Zeit gegeben, da bereits frühzeitig über das Thema gesprochen worden sei. Über ÖPP-Modelle solle man auch bei weiteren Projekten nachdenken.

"Wertschätzung der Feuerwehrleute"

Auch Rolf Oetken betonte, es sei jetzt Dringlichkeit beim Feuerwehrhaus-Projekt geboten. "Ein Dreivierteljahr verlieren? Das kann nicht sein", so der SPD-Ratsherr. Und auch UWG-Fraktionschef Carsten Jesußek meinte: "Wir wünschen uns, dass wir langsam in die Puschen kommen. Es geht auch um die Wertschätzung der Feuerwehrleute. Da sollten wir schnell loslegen."

Einstimmig für neue Feuerwehrführung

Ein einstimmiges Votum gab es auch für die künftigen Führungen der Ortsfeuerwehren Schierbrok-Schönemoor und Falkenburg. So soll der bisherige stellvertretende Ortsbrandmeister Norbert Twisterling Bernd Seemann ablösen und ab dem 27. März neuer Ortsbrandmeister in Schierbrok und Schönemoor werden. Das Amt des Stellvertreters übernimmt Thomas Tietjen. In Falkenburg endet das Ehrenbeamtenverhältnis von Ortsbrandmeister Heinfried Bande am 7. Juni. Sein Nachfolger soll der bisherige Stellvertreter Andreas Gillerke sein. Stellvertreter wird dann Manuel Zießler. Eine endgültige Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 21. Februar.

Ja zu Ausgaben für Kindergarten

Ohne Gegenstimme fiel auch die Entscheidung, für die irrtümlich im Haushalt 2019 wieder gelöschten Mittel zur Anschaffung von sogenannten konsumtiven Einrichtungsgegenständen für den Kindergarten im Baugebiet südlich der Oldenburger Straße außerplanmäßig 265.000 Euro bereitzustellen. Dabei geht es um Gegenstände im Wert von unter 1000 Euro wie beispielsweise Tisch, Stuhl, Schrank, Spielzeug und PC.