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Bremer Betrieb erarbeitet Zeitplan Nächste Weiche für Windkraft-Repowering in Bergedorf gestellt

Von Thomas Deeken | 10.04.2019, 17:21 Uhr

Seit vielen Jahren sollen die derzeit noch fünf Windenergieanlagen in Bergedorf gegen zwei leistungsstärkere ausgetauscht werden. Inzwischen liegen die Genehmigungen vor.

Immer wieder hat sich das Projekt verzögert, jetzt nimmt das geplante Windkraft-Repowering in Bergedorf aber doch konkretere Züge an. Das hat Johanna Eesmann, zuständig für Marketing und PR bei wpd Windmanager in Bremen, auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. Anfang des Jahres sei die Genehmigung seitens des Landkreises Oldenburg für das Repowering erteilt worden. Gegen diesen Bescheid, der noch bis zum 23. April im Bauordnungsamt des Kreishauses in Wildeshausen öffentlich ausliegt, kann derzeit noch Widerspruch erhoben werden.

Doppelt so hohe Anlagen

Nach Angaben der Unternehmenssprecherin werden am Standort Hinterm Felde die zurzeit noch bestehenden fünf Windenergieanlagen des Typs AN Bonus mit einer Leistung von jeweils 1,3 Megawatt und einer Nabenhöhe von 68 Metern (Höhe der Rotorblattspitzen: 100 Meter) durch zwei neue Windkrafträder ersetzt. Dabei handelt es sich um Anlagen des Typs Enercon E-126 EP3. Die Nennleistung beträgt dem Bremer Windenergie-Unternehmen zufolge jeweils vier Megawatt. Rein äußerlich sieht es so aus: Die Nabenhöhe steigt auf 135 Meter, die Rotorblattspitze erreicht eine Höhe von rund 200 Metern (Durchmesser: 126 Meter). Damit werden die beiden neuen Anlagen gegenüber den Alten etwa doppelt so hoch.

Derzeit wird Zeitplan ausgearbeitet

Die Firma wnp windmanager arbeite aktuell an der Finanzierung des Projekts und den Planungen zur Anlagenlieferung und Bauausführung, informiert Johanna Eesmann. Ein endgültiger Zeitplan liege derzeit noch nicht vor. Das betreffe auch den Rückbau der bestehenden Anlagen. Nur so viel: In Betrieb gehen sollen die beiden neuen leistungsstärkeren Windkraftanlagen innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Zustimmung seitens der Politik

Seitens der Politik gab es zuletzt uneingeschränkte Zustimmung zu diesem Projekt. So hat es im April des vergangenen Jahres ein einstimmiges Ja zum Antrag auf Errichtung und Betrieb von zwei neuen Windenergieanlagen im Windpark Bergedorf gegeben. Nach Angaben von Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, liegen die ausgewählten Standorte der beiden neuen Anlagen in den Sondergebieten für Windenergie, die im Flächennutzungsplan der Gemeinde ausgewiesen sind.