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Zu wenig Wasser im Boden Angst um die jungen Eichen im Hasbruch

Von Reiner Haase | 29.04.2019, 10:20 Uhr

Im Hasbruch sind in den vergangenen Monaten 8000 Jungeichen gepflanzt worden. Bei einem Rundgang mit der Hasbruch-Gesellschaft äußerte sich Revierförster Jens Meier besorgt. Im Boden ist nach dem Dürrejahr 2018 zu wenig Wasser gespeichert.

Die Hasbruch-Gesellschaft und Revierförster Jens Meier haben etwas Nass von oben bekommen, als sie am Sonnabend interessante Bereiche des Naturschutzgebietes Hasbruch durchwandert haben. Dem Revierförster ist das Getröpfel nach dem Dürrejahr 2018 nicht genug Regen: "Die Wasserspeicher des Waldes sind leider bei weitem noch nicht wieder aufgefüllt, vor dem Sommer wird dringend noch Niederschlag benötigt. Insbesondere auf Grund der Anpflanzung von über 8000 Jungeichen hoffen wir auf den Wettergott", erläuterte er bei der Waldbegehung.

Wanderweg mit Aussicht

Im weiteren Verlauf des zweistündigen Rundgangs konnten die Hasbruch-Vertreter ebenfalls den aufwendig wiederhergestellten Wanderweg auf der Nordenholzer Seite erkunden und die nun vorhandenen neuen Aussichten in das Umland geniessen. Hasbruch-Vorsitzender Heiko Ackermann zeigte sich begeistert: "Wir empfehlen jedem regelmäßigen Waldbesucher die jetzt wieder mögliche Runde vom Forsthaus in Vielstedt am Waldrand entlang bis zum Peterteich auszuprobieren. Der Wallheckenbewuchs am Waldesrand wurde auf den Stock gesetzt, so dass man auf der Strecke bis zum Peterteich wieder einen schönen Blick in die angrenzenden Wiesen hat."

Eisvogel aktiv

Am Peterteich selbst sollten Besucher auf den Eisvogel achten, der dort schon jetzt auf der Jagd nach kleinen Fischen für seinen Nachwuchs bewundert werden kann. Highlights unter den Frühlingsboten waren für die Hasbruchwanderer blühendes Milzkraut und die hohe Schlüsselblume. Am Ende der Wanderung entschieden sich einige Gäste spontan zum Beitritt zum Hasbruch-Verein, was Vorsitzender Heiko Ackermann nicht nur besonders freute sondern auch als Votum für die Fortführung der Waldbegehung in den kommenden Jahren wertete.

Aus eigener Ernte

Für die Eichenverjüngung im Hasbruch stehen derzeit noch mehr als 30.000 Jungbäume zur Verfügung.Sie sind in Baumschulen Eicheln entwachsen, die im Jahr 2015 im Hasbruch geerntet worden sind. Die Pflanzflächen, insgesamt 7,1 Hektar groß, sind zum großen Teil bei der Holzernte 2018 freigeräumt worden, wobei nur besonders große und kräftige Eichen stehengeblieben sind. Andernorts werden Waldbereiche neu bepflanzt, in denen sich unerwünschtes Hainbuchengestrüpp entwickelt hat, wo vorher der Frostspanner, der Eichenwickler und der Eichenprachtkäfer dem Eichenbestand und später ein Fadenpilz den nachgepflanzten Eschen den Garaus gemacht hatten.