Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Das planen die Betreiber des Airfields Flugplatz in Ganderkesee feiert runden Geburtstag

Von Birgit Stamerjohanns | 08.05.2019, 12:35 Uhr

Der Flugplatz in Ganderkesee feiert einen runden Geburtstag, denn vor 50 Jahren erhielt das Atlas Airfield eine Genehmigung als Start- und Landepiste. Mittlerweile sind auf dem Gelände nicht nur Flieger, sondern auch Fallschirmspringer und Heißluftballonfahrer aktiv.

Eigentlich ist Dunja Schaffarczik Prokuristin, momentan allerdings sind vor allem ihre organisatorischen Fähigkeiten gefragt. Schaffarczik ist zuständig für das Festwochenende, auf das sich beim Atlas Airfield schon alle Mitarbeiter mächtig freuen: Am Samstag, 22. Juni, wird es einen Empfang zum Jubiläum geben. „Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, wir möchten gern mit unseren Mitarbeitern und Kunden feiern“, erklärt Organisatorin Schaffarczik. Nach dem Empfang im Restaurant wollen die Ganderkeseer abends auf Weltreise gehen – zumindest im übertragenen Sinn: „Wir haben Reiner Meutsch zu Besuch, der die Stiftung Fly & Help gegründet hat“, so Ralf Sauer, Geschäftsführer der Atlas Airfield GmbH. Meutsch ist Pilot, im Rahmen einer Weltumrundung unterstützt er Bildungsprojekte, hauptsächlich in Afrika, aber auch in Asien und Südamerika. „Mehr als 200 Schulen hat die Stiftung bereits gegründet“, so Ralf Sauer, „das Flugzeug ist in vielen Gegenden Afrikas das perfekte Reisemittel, weil man anders kaum in abgelegene Orte kommt.“ In Ganderkesee will der Pilot von seinen Reisen und den Projekten berichten – und natürlich für seine Stiftung werben.

„Uns ist es wichtig, nicht nur zu feiern, sondern zum Jubiläum auch etwas für einen guten Zweck zu tun“, sagt Ralf Sauer. Er selbst ist noch nie mit seinem Flugzeug in Afrika unterwegs gewesen, allerdings: „Das ist ein sehr großer Wunsch von mir, den Kontinent mit dem Flieger zu erkunden!“ Am Sonntag, 23. Juni, planen Dunja Schaffarczik und Ralf Sauer zusammen mit Susanne und Manfred Neugebauer einen musikalischen Frühschoppen auf dem Airfield-Gelände.

Gäste können den Flugplatz besichtigen

Zu dem sind dann auch Besucher eingeladen. Gäste können den Flugplatz besichtigen und sich zu Rundflügen anmelden. Die Fallschirmspringer werden an diesem Tag ebenfalls aktiv sein – wenn das Wetter stimmt.

Drei Flugzeuge landeten 1969 auf der unbefestigten Piste, als das Atlas Airfield eine Genehmigung erhielt – zunächst nur als Sonderflugplatz. Für eine reguläre Genehmigung musste eine vernünftige Piste gebaut werden. Ein Jahr später war es so weit und der Ganderkeseer Flugplatz etablierte sich in der Fliegerszene. 1971 wurde Ganderkesee sogar zum Zielflughafen des Deutschlandflugs. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Atlas Airfield einen neuen Rekord: Rund 15.000 Flugbewegungen. Auch die Flugschule läuft gut: „Vor allem junge Leute interessieren sich vermehrt für die Fliegerei“, freut sich Ralf Sauer. Gerade hat sich die Atlas Air Service mit vier Geschäftsreiseflugzeugen auf der AERO in Friedrichshafen präsentiert. Die Messe gilt weltweit als Leitmesse der Luftfahrt. „Wir haben viele interessante Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft“, so Ralf Sauer.

Airfield soll Veranstaltungsort werden

Auch abseits der eigentlichen Fliegerei hat Geschäftsführer Sauer Pläne für die Zukunft seines Unternehmens: Er will das Atlas Airfield stärker als Veranstaltungsort etablieren. Der Hangar West soll beispielsweise für Ausstellungen, Modeshows oder größere Hochzeiten genutzt werden. Das Rock´n´Roll- Festival wird in diesem Jahr allerdings nicht stattfinden. Möglicherweise soll es im Jahr 2020 eine Neuauflage geben.