Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Minister übergibt Förderbescheid Warmer Geldsegen für die Wallanlagen in Wildeshausen

Von Dirk Hamm | 20.08.2019, 21:40 Uhr

Die Wallanlagen in Wildeshausen sollen mit öffentlichen Geldern aufgewertet werden. Landesminister Olaf Lies überbrachte dazu einen Förderbescheid.

„Das ist ja wirklich wunderschön hier“, schwärmte Olaf Lies beim Gang am Montagmorgen durch die Wildeshauser Wallanlagen. Der Grüngürtel um die Innenstadt war kein zufällig gewählter Ort: SPD-Politiker Lies, Niedersachsens Bau- und Umweltminister, übergab der Wildeshauser Verwaltung einen schon im Mai beschlossenen Städtebau-Förderbescheid über zwei Millionen Euro aus dem Bundes- und Landesprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Mit dem Geld sollen die denkmalgeschützten Wallanlagen und historische Gebäude etwa von Polizei und Feuerwehr saniert werden. Insgesamt stehen sogar sechs Millionen Euro Fördergelder im Raum, sagte Lies.

Mehr als neun Millionen Euro fließen

Das Geld teilen sich Land und Bund je zur Hälfte, eine weitere Million will die Kommune selbst zum Sanierungsprogramm beisteuern – auch für Wildeshausen also keine günstige Angelegenheit.

Mit Drittel-Finanzierungen soll es in den kommenden Jahren weitergehen: Der Förderbescheid über neue zwei Millionen für 2020 ist bereits beantragt, 2021 bis 2023 soll weiteres Geld fließen – insgesamt 9,15 Millionen Euro. Für das Programm hat Wildeshausen acht bis neun Jahre veranschlagt.

Wallanlagen werden aufgewertet

Fest steht, dass die Wallanlagen eine deutliche Aufwertung erfahren sollen. Neue Querungen sind angedacht, zudem moderne Beleuchtungen, barrierefreie Zugänge, Arbeiten am Grün. Ein großer erster Brocken, sagt Bau-Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge, sei die Umwandlung der alten Feuerwache ins „urgeschichtliche Zentrum“. Nach Einigungen mit der Denkmalbehörde könnten erste Ausschreibungen getätigt werden. Einzelne Maßnahmen wie die konkrete Umgestaltung der Feuerwache muss aber auch der Rat noch mittragen.

Plädoyer für Städtebauförderung

„Ohne die Unterstützung von Land und Bund wären die Projekte nicht zu stemmen“, sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski während der Übergabe des Bescheids. Lies bekräftigte die grundsätzliche Sinnhaftigkeit von Städtebauförderungen, vorsorglich auch schon für konjunkturell schwächere Zeiten: Auch wenn die Haushaltslagen wieder vermehrt in die Diskussion kommen, werde das Instrument Städtebauförderung gebraucht, sagte der Minister.