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Gartenkultur-Musikfestival Jazz-Duo bringt südamerikanisches Flair in Schönemoorer Dorfkirche

Von Thomas Deeken | 31.08.2019, 08:26 Uhr

Mit einem Mix aus Jazz, Folk und Latin trat am Donnerstagabend „The Little Pacific Orchestra“ in der St.-Katharinen-Kirche in Schönemoor auf. Das Konzert fand im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals statt.

Brasilien, Afrika, Nordamerika und Europa: Das Duo „The Little Pacific Orchestra“ nahm sein Publikum am Donnerstagabend in der Schönemoorer St.-Katharinen-Kirche auf eine musikalische Weltreise mit. Vor knapp 100 Zuhörerinnen und Zuhörern präsentierten Thomas Krizsan (Akkordeon) und Michi Schmidt (Vibraphon) einen Mix aus Jazz, Folk und Latin. Das Konzert fand im Rahmen des diesjährigen vom Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen initiierten Gartenkultur-Musikfestivals statt.

Klänge in der Kirche besonders effektvoll

Obwohl die Konzerte dieser Reihe eigentlich im Freien veranstaltet werden, hatte Wiebke Steinmetz vom mit ausrichtenden Kulturhaus Müller aufgrund des unbeständigen Wetters den Musikabend kurzerhand in die mittelalterliche Dorfkirche verlegt. In dieser besonderen Atmosphäre ertönten die exotisch anmutenden Klänge besonders effektvoll.

Fernweh und Reiselust

Ein Gefühl von Fernweh und Reiselust stellte sich bereits ein, als das Duo das erste Lied anstimmte. Die vom brasilianischen Sonnenlicht inspirierte, beinahe sphärisch wirkende, dabei aber immer jazzige Worldmusic kam bei einem großen Teil des Publikums gut an. Mit wippenden Köpfen und schnipsenden Fingern begleiteten diese Zuhörer die Songs. Einige Konzertbesucher beschwerten sich allerdings auch über die teils schlechte Akustik, denn die Moderation war oft nur schlecht zu verstehen.

Von Strandfeeling bis 60er-Jahre

Thomas Krizsan, der als Sohn eines rumänischen Vaters und einer bolivianischen Mutter selbst in Südamerika geboren wurde, präsentierte auch eigene Kompositionen, die er an seinem Akkordeon meisterhaft erklingen ließ. „Old Man Story“ aus der Feder einer brasilianischen Musikerin erinnerte in seiner Melancholie an den portugiesischen Fado, während „Ismael“ auf orientalische und afrikanische Klangwelten zurückgriff. Strandfeeling kam derweil durch die „Ocean Drum“ auf, einem Effekt-Instrument, das täuschend echt das Geräusch von Wellen nachempfindet. Etwas klassischer wurde es wenig später mit einem Stück des US-amerikanischen Jazz-Saxofonisten und Komponisten Wayne Shorter aus den 60er-Jahren.

Immer wieder viel Applaus

In der Pause luden dann der Garten und die idyllische Allee vor der St. Katharinen Kirche zum Flanieren ein. Mit dem etwas anderen Kirchenkonzert konnten die Veranstalter bei dem überwiegenden Teil des Publikums punkten: Es spendete immer wieder viel Applaus.