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Umweltausschuss in Ganderkesee Gemeinde hilft beim Kampf gegen den Riesenbärenklau

Von Thomas Deeken | 17.01.2019, 18:00 Uhr

Erleichterung bei vielen Ganderkeseer Grundstückseigentümern, die den Riesenbärenklau im Garten stehen haben: Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die Bekämpfung.

Private Grundstückseigentümer können in Ganderkesee künftig auf Gemeindekosten bei großen Vorkommen den Riesenbärenklau bekämpfen. Darauf haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz am Mittwochabend mit großer Mehrheit geeinigt. Lediglich die Grünen sagten Nein. Weil die Pflanze – schon 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt – mit dem Herbizid Garlon 4 vernichtet werden soll, wollte die Grünen-Fraktion die Entscheidung nicht mittragen.

Ausnahmegenehmigung für Herbizid

Auf Initiative des "Runden Tisches Natur" wurde im Juni 2010 erstmalig zu einer gemeinsamen Bürgeraktion zur Beseitigung des Riesenbärenklaus aufgerufen. Weil dieser Pflanze nicht beizukommen gewesen ist, indem man sie ausgräbt, wurde 2014 beschlossen, ein Herbizid einzusetzen, das jährlich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen extra beantragt werden muss. Laut Verwaltung war die chemische Behandlung erfolgreich, "sodass die Vorkommen der Giftpflanze im Gemeindegebiet deutlich eingedämmt werden konnten".

Bürger mussten bisher selbst zahlen

In den vergangenen Jahren hat die Verwaltung bei bekannten Beständen auf privaten Grundstücken auf Wunsch dann zwar die Ausnahmegenehmigung für die Bürger bei der Kammer beantragt. Zahlen mussten die Ganderkeseer aber selbst. Die Folge: Viele Menschen haben sich nicht gemeldet, sodass der Riesenbärenklau auf privaten Flächen nicht weiter vernichtet wurde. Von dort haben sich die Samen aber schnell wieder weiter ausgebreitet. Dem soll jetzt ein Riegel vorgeschoben werden. Nähere Informationen zur Vorgehensweise, um die giftige Pflanze mit Hilfe einer Fachfirma kostenlos zu bekämpfen, gibt es bei Carsten Wünker unter Telefon (04222) 44611.

Geld für Ausbau des Weges Auf der Höhe

Gute Nachrichten teilte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, am Ende der Ausschusssitzung zum geplanten Ausbau des Weges Auf der Höhe zwischen Altem Postweg und Am Ohlande in Habbrügge in der Nähe des Falkensteinsees mit: Seinen Angaben zufolge gibt es Geld vom Amt für regionale Landesentwicklung aus den Fördertöpfen „ZILE“ und „LEADER“, bei denen es um Zuwendungen für eine bessere ländliche Entwicklung geht. Zugesagt seien 360.000 Euro. Der Ausbau des etwas mehr als einen Kilometer langen Weges, der vor allem von Radfahrern gerne genutzt werde, koste voraussichtlich etwa 570.000 Euro. Bedingung: Der Ausbau müsse bis zum 30. Juni dieses Jahres fertig und abgerechnet sein.