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Schule Dürerstraße in Ganderkesee Eltern müssen auch künftig für Bustransfer zum Hort nichts zahlen

Von Thomas Deeken | 25.01.2019, 19:32 Uhr

Die Gemeinde Ganderkesee übernimmt weiterhin die Kosten für die Busfahrten für diejenigen Kinder, die mittags von der Grundschule Dürerstraße zum Hort an der Grundschule Lange Straße fahren. Das hat Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt.

Bis zu den Sommerferien hatte es nach Angaben des Ersten Gemeinderats Rainer Lange keine Probleme wegen des Bustransfers zum Hort gegeben. Als aber zum neuen Schuljahr das Unternehmen Hutfilter den Transport der Grundschüler übernahm, wurden die Eltern der Kinder überrascht, die sonst nicht mit dem Bus zur Schule fahren, sondern beispielsweise zu Fuß gehen: Sie sollten plötzlich 36,60 Euro für eine Monatskarte bezahlen.

Gemeinde übernahm Kosten 2018

Daraufhin hatte Bürgermeisterin Alice Gerken die Entscheidung getroffen, dass die Gemeinde die Kosten in Höhe von geschätzten 2000 Euro für den Rest des Jahres 2018 übernimmt. Diese Regelung gilt laut Meike Saalfeld auch für die nächste Zeit.

Kostenübernahme für 17 Kinder

Insgesamt nutzen nach Angaben der Gemeindemitarbeiterin 30 Mädchen und Jungen den Bustransfer von der Dürerstraße zum Hort. 13 von ihnen sind sogenannte Buskinder und haben eh ein gültiges Ticket. Die anderen 17 müssten selbst eine Monatskarte vorweisen. "Für diese Kinder bezahlt die Gemeinde die Busgebühren in Höhe von ungefähr 250 Euro im Monat", informiert Meike Saalfeld. Ob diese Regelung bis zur Fertigstellung des Horts an der Dürerstraße 2020/21 gilt, sei noch nicht geklärt.

Lange hielt Landkreis für zuständig

In der Sitzung des Sozialausschusses im August hatte sich Rainer Lange damals darüber geärgert, dass der Landkreis sich bei dieser Angelegenheit heraushalte. Schließlich sei der Landkreis für den Schülertransport zuständig. Und auch Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Hespe (FDP) hatte in der Sitzung kommentiert: "Wir dürfen den Landkreis nicht aus seiner Pflicht entlassen."

Landkreis wehrt ab

Maik Ehlers, Leiter des Amts für Schulen und Hochbau beim Landkreis, sieht das dagegen völlig anders: Nach dem niedersächsischen Schulgesetz handele es sich bei einem Transfer von der Schule zu einem anderen Horst rein rechtlich nicht um eine Schülerbeförderung, für die der Kreis zuständig ist. Er sei dann in der Verantwortung, wenn die Schülern von der Wohnung bis zur zuständigen Schule und wieder zurück gebracht werden müssen.