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Kirchensynode tagt in Rastede Trägerschaft für "Blockhaus Ahlhorn" auf dem Prüfstand

Von epd | 26.05.2019, 19:55 Uhr

Die oldenburgische Kirche erwägt eine neue Trägerschaft für ihr Jugendtagungshaus „Blockhaus Ahlhorn“ bei den Ahlhorner Fischteichen in der Gemeinde Großenkneten. Die in Rastede tagende Synode beauftragte am Samstag den Oberkirchenrat, auch die Möglichkeit außerkirchlicher Träger zu prüfen.

Der neue Träger müsse jedoch zusichern, dass kirchliche Gruppen das Blockhaus weiter nutzen können und die evangelische Kirche „St. Petrus zu den Fischteichen“ auf dem Gelände erhalten bleibt. Außerdem wurde der Oberkirchenrat zusammen mit dem Kuratorium des Blockhauses beauftragt, „völlig neue Belegungsformen und Betriebsformen“ zu prüfen, die den weiteren Betrieb in eigener Regie ermöglichen würden. Dazu müssen sie der Synode bis zum Mai 2021 einen Bericht vorlegen.

Protestaktionen der Jugend

Das Blockhaus erwirtschafte trotz Millionen-Investitionen in den vergangenen Jahren ein jährliches Minus zwischen 500.000 und 600.000 Euro, sagte der Vorsitzende des synodalen Finanzausschusses, Manfred Pfaus. Dies sei nicht mit den vor einem Jahr beschlossenen Sparmaßnahmen zu vereinbaren. Bis zum Jahr 2030 müssen in allen kirchlichen Arbeitsfeldern insgesamt 124 Millionen gestrichen werden. Er stellte für die Kirchenleitung den Antrag, sich aus der Trägerschaft zurückzuziehen. Dem mochte das Kirchenparlament allerdings nicht folgen. Die emotionale Debatte im Kirchenparlament wurde von Protestaktionen der Evangelischen Jugend Oldenburg und der Mitarbeitervertretung begleitet. Viele Synodale fühlen sich seit ihrer Jugend dem Blockhaus eng verbunden.