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1. Präventionstag in Bookholzberg Schule an der Ellerbäke kämpft gegen Zigaretten und Alkohol

Von Thorsten Konkel | 23.03.2015, 15:39 Uhr

An der Oberschule Bookholzberg berichteten Suchtexperten am Montag über die Gefahren des Rauches und des Alkoholkonsums.

Hochprozentiges aus kleinen Gläsern und blauer Dunst, der nicht nur das Portemonnaie, sondern vor allem die Lungen belastet: Mit ihrem ersten Präventionstag haben die Schulsozialarbeiter und das Kollegium der Schule an der Ellerbäke am Montag Jungen und Mädchen der Jahrgänge sechs bis acht über die Gefahren von Alkohol und Nikotin jeweils altersgerecht informiert.

Einstiegsalter liegt heute höher

„Rauchen und Trinken sind bei den Schülern noch immer ein Thema, wenngleich das Einstiegsalter für das Rauchen heute höher liegt“, sagte Sozialpädagogin Mechthild Heidtkamp, die den Präventionstag gemeinsam mit dem Kollegium sowie Sozialarbeiterin Nina-Verena Müller geplant hat. Kooperationspartner waren die Polizei, die Jugendgerichtshilfe, die Gemeinde und die Fachstelle Sucht.

Alkopos weniger gefragt

„Glücklicherweise hat das Interesse an den Alkopops abgenommen“, sagte Nina-Verena Müller. Die Mixgetränke aus Saft und hochprozentigem Alkohol galten in der Vergangenheit wegen ihrer Süße verbunden mit hartem Alkohol als gefährliche Einstiegsdroge. Auch die Testkäufe der Polizei im Einzelhandel zur Jugendschutz-Kontrolle hätten sich als sich hilfreich erwiesen.

Entlang eines Parcours konnten sich Siebtklässler am Montag praktisch informieren: Etwa mit einer „Raucher-App“, die Schockierendes über das Rauchen zeigte.

Blick durch die „Rauschbrille“

„Ein normales Bier enthält 13 Gramm reinen Alkohol, genauso viel wie ein Kurzer“, erläuterte Maria Rüschendorf von der Fachstelle Sucht der Diakonie im Landkreis Oldenburg. Zum Mengenvergleich hatte sie eine Sammlung an Gläsern mitgebracht. Die Schüler lernten, dass auch die Art des konsumierten Alkohols gefährlich für sie ist. Wie durch das Trinken die Koordination eingeschränkt wird, ließ ein Blick durch die „Rauschbrille“ erahnen. Mit der verzerrenden Spezialbrille auf der Nase wurde das Gehen zum Glücksspiel. „Diesem ersten Präventionstag sollen weitere Veranstaltungen folgen“, versprach Heidtkamp.